London weist Mileis Falkland-Ansprüche zurückBritische Regierung bekräftigt Anspruch auf Falklandinseln

Die britische Regierung hat nach Äußerungen des argentinischen Präsidenten Javier Milei zu den Falklandinseln unterstrichen, dass die Inseln im Südatlantik "britisch sind".
Londons Einstand für das Archipel sei "uneingeschränkt und unerschütterlich", erklärte der britische Verteidigungsminister Wes Streeting am Freitag in Onlinediensten. Die Inselgruppe sei britisch, "weil die Bewohner der Falklandinseln britisch sein wollen". Mileis Äußerungen seien innenpolitisch motiviert.
Die Umfragewerte des argentinischen Präsidenten sind gut ein Jahr vor der von ihm angestrebten Wiederwahl im Sinkflug. Am Donnerstag äußerte Milei im Fernsehen Kritik an einem britisch-israelischen Ölfördervorhaben in der Nähe der Falklandinseln. Er kündigte Sanktionen gegen Unternehmen an, die mit der Ölförderung "auf argentinischem Territorium unter britischer Besatzung" in Verbindung stünden.
Es gebe Entwicklungen in der Welt, "die unserem Anspruch zugutekommen", führte Milei mit Blick auf die Falklandinseln weiter aus. Er spielte damit auf Drohungen von US-Präsident Donald Trump an, Großbritannien seine Unterstützung im Zusammenhang mit der Inselgruppe zu entziehen.
In einem Interview mit dem britischen Sender GB hatte Trump am Donnerstag die aus seiner Sicht mangelnde Unterstützung Großbritanniens im Iran-Krieg kritisiert. Er wollte nicht bestätigen, dass die USA Großbritannien in einem möglichen neuen Konflikt mit Argentinien unterstützen würden.
Milei hatte in der Vergangenheit die Hoffnung geäußert, die Falklandinseln auf diplomatischem Weg unter argentinische Kontrolle zu bringen. Das von den Argentiniern Las Malvinas genannte Archipel liegt 400 Kilometer vor der Küste Argentiniens. Die Inseln befinden sich seit 1833 unter der Kontrolle Großbritanniens. Sie werden von rund 3000 Menschen bewohnt, die meisten sind britischer Abstammung. Argentinien beansprucht das Gebiet für sich.
Am 2. April 1982 begann die damalige argentinische Militärjunta mit einer Invasion der Inseln, woraufhin Großbritannien Kriegsschiffe entsandte. Der Falkland-Krieg endete am 14. Juni mit der argentinischen Kapitulation. Auf der argentinischen Seite gab es 649 Tote, auf der britischen 255 und unter den Inselbewohnern drei.