Wachstum auf PumpBundesregierung erwartet 2026 ein BIP-Plus von 1,0 Prozent

Ohne die hohen Schulden des Staates würde die deutsche Wirtschaft in diesem Jahr kaum wachsen.
Die Regierung rechnet 2026 mit einem Plus des Bruttoinlandsproduktes von 1,0 Prozent, wie Wirtschaftsministerin Katherina Reiche am Mittwoch in Berlin bestätigte. Zwei Drittel davon gingen auf staatliche Impulse zurück. Das sind vor allem Investitionen in die Sanierung der Infrastruktur und zur Aufrüstung der Bundeswehr.
Die Bundesregierung plant 2026 inklusive Nebentöpfen mit Investitionen des Bundes von 128,7 Milliarden Euro. Das würde einem deutlichen Anstieg gegenüber 2025 entsprechen. Allerdings fließen in der Regel größere Teile der geplanten Gelder nicht ab. Im Jahreswirtschaftsbericht der Regierung heißt es, der Staat müsse effizienter werden. Subventionen und Förderprogramme sollten stärker auf ihre Wirksamkeit überprüft werden. Auch die Finanzierungsbedingungen für junge und stark wachsende Unternehmen seien nicht ausreichend.
Im Herbst hatte die Regierung für 2026 noch ein Wachstum von 1,3 Prozent erwartet. Es brauche zusätzliche Reformen, um mehr Fachkräfte anzulocken, die Bürokratie abzubauen, die Verwaltung digitaler zu machen und die Energiekosten zu senken, hieß es nun. Laut Regierung wird die Wirtschaft vor allem vom inländischen Konsum gestützt dank zuletzt spürbarer Lohnsteigerungen, die Belastungen im Außenhandel sollten aber zurückgehen. Die Exporte dürften 2026 um 0,8 Prozent zulegen, nachdem sie 2025 noch um 0,3 Prozent zurückgegangen waren. Die Inflationsrate dürfte mit 2,1 Prozent in diesem Jahr ein Tick niedriger ausfallen. 2027 rechnet die Regierung Insidern zufolge dann mit einem Wachstum von 1,3 Prozent.