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Ankündigung aus BerlinBundesregierung plant Einführung des Industriestrompreises zum 1. Januar 2026

03.11.2025, 11:11 Uhr
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Wirtschaftsministerin Reiche: in den letzten Zügen der Verhandlungen mit der Kommission. (Archivbild) (Foto: Michael Kappeler/dpa)

Die Bundesregierung will die energieintensive Industrie ab dem kommenden Jahr mit einem staatlich subventionierten Strompreis entlasten. "Ich gehe davon aus, dass wir den Industriestrompreis zum 1. Januar 2026 einführen werden", kündigte Wirtschaftsministerin Katherina Reiche am Montag in Berlin an. Die Verhandlungen mit der Europäischen Kommission befänden sich in den letzten Zügen. Die dafür nötigen Haushaltsmittel sollten 2027 rückwirkend bereitgestellt werden. Dies werde an die Bedingung geknüpft, dass die Unternehmen 50 Prozent in mehr Effizienz und Nachhaltigkeit investierten. Die Nachweise dafür sollten so bürokratiearm wie möglich gestaltet werden.

Für die Stahlindustrie sei die Verlängerung der Strompreiskompensation jedoch noch wichtiger, sagte Reiche weiter. Diese müsse deutlich über das Jahr 2030 hinaus gewährt werden. Auch hier gebe es gute Signale aus der EU-Kommission. Sie gehe davon aus, dass eine entsprechende Entscheidung in den nächsten Wochen falle. Die Strompreiskompensation sei ein Rahmen, der für alle EU-Mitgliedstaaten gelte. Der Industriestrompreis sei dagegen in seiner jetzigen Ausprägung eine Maßnahme speziell für die Unternehmen in Deutschland.

Quelle: ntv.de, rts

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