Während SCO-GipfelChina und Russland mahnen SCO-Mitglieder zu mehr Zusammenarbeit

China und Russland haben an die Mitglieder der Shanghaier Organisation für Zusammenarbeit (SCO) appelliert, ihre Zusammenarbeit deutlich auszudehnen. Chinas Präsident Xi Jinping forderte in seiner Rede beim SCO-Gipfel in Kasachstans Hauptstadt Astana, "externe Einmischungen" abzuwehren. "Angesichts der realen Risiken, dass kleine Höfe mit hohen Zäunen geschützt werden, müssen wir das Recht auf Entwicklung schützen", zitierte das chinesische Staatsfernsehen CCTV am Donnerstag aus seiner Rede - offensichtlich in Anspielung auf einen sich ausbreitenden Protektionismus auch in westlichen Ländern gegenüber China.
Russlands Präsident Wladimir Putin nahm ebenfalls an dem Treffen teil. Russischen Angaben zufolge wollte er der Gruppe vorschlagen, eine Reihe neuer eurasischen kollektiven Sicherheitsverträgen zu diskutieren. Putin hatte vergangenen Monat gesagt, dass ein neues regionales Sicherheitssystem notwendig sei. In einem vom Kreml veröffentlichten Teil seiner Rede vor der SCO begrüßte Putin zudem die zunehmende Verwendung nationaler Währungen - anstelle des Dollars - im Handel zwischen den SCO-Ländern und forderte die Schaffung eines neuen Zahlungssystems innerhalb der Gruppe.
Auch China versucht seit längerem Staatenbünde wie die Brics-Schwellenländergruppe oder die SCO zu einer geschlossenen Haltung gegenüber den USA zu bewegen. Der SCO-Block mit seinen zehn Mitgliedern müsse "interne Differenzen" friedlich bewältigen, Gemeinsamkeiten suchen und Kooperationsschwierigkeiten lösen, sagte Xi. Der chinesische Präsident betonte laut CCTV auch die Notwendigkeit, gemeinsam wissenschaftliche und technologische Innovationen zu fördern und die Stabilität der internen Industrie- und Lieferketten zu sichern.