Anzeichen für TrendwendeDIW: Konjunktur in Deutschland legt im Januar zu

Die Konjunktur in Deutschland hat nach Einschätzung des DIW-Instituts auch im Januar leicht an Boden gutgemacht.
"Damit verdichten sich die Anzeichen, dass die deutsche Wirtschaft ihre mehrjährige Stagnations- und Rezessionsphase hinter sich lässt", erklärten die Berliner Ökonominnen und Ökonomen am Mittwoch. "Die Investitionsmaßnahmen beginnen zu greifen und geben der Binnenkonjunktur frischen Schub", sagte DIW-Konjunkturchefin Geraldine Dany-Knedlik. "Doch der Aufschwung bleibt zunächst fragil – zu viele Bremsklötze wirken noch." So kämen zusätzliche Reformanstrengungen der Bundesregierung, die der Wirtschaft zugutekommen sollen, meist nur langsam voran.
Der Welthandel insgesamt hält sich zwar trotz Zollturbulenzen erstaunlich robust, dürfte aber im laufenden Jahr nur moderat wachsen, wie das Deutsche Institut für Wirtschaftsforschung (DIW) mitteilte. Zudem litten die deutschen Exporte weiter unter der massiven Konkurrenz aus China. "Die Stimmungslage bei Unternehmen und Haushalten in Deutschland wird sich darum wohl nur schrittweise aufhellen", hieß es.
Nach zwei Rezessionsjahren hatte die Wirtschaft 2025 minimal um 0,2 Prozent zugelegt, was bei vielen Fachleuten weitgehend als Stagnation gilt. Für das laufende Jahr trauen die meisten Ökonomen der Wirtschaft rund ein Prozent Wachstum zu - vor allem getragen durch die staatlichen Mehrausgaben. "Es braucht noch etwas Geduld, bis die Investitionspakete der Bundesregierung die Konjunktur sowie die Stimmung bei Haushalten und Unternehmen deutlich aufhellen und so zu einem selbsttragenden Aufschwung führen", sagte DIW-Konjunkturexperte Guido Baldi.