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Atlas der ZivilgesellschaftDemokratien weltweit zunehmend unter Druck

02.06.2025, 10:52 Uhr
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In 58 Prozent der von den Beratungsstellen erfassten Fälle sei Rassismus das Tatmotiv gewesen. (Symbolbild) (Foto: Daniel Vogl/dpa)

Weltweit geraten Demokratie und Menschenrechte zunehmend in die Defensive. Mehr als 85 Prozent der Weltbevölkerung lebten aktuell in Ländern, in denen die Handlungsräume für Zivilgesellschaft beschränkt, unterdrückt oder komplett geschlossen seien, heißt es im Atlas der Zivilgesellschaft, den die Hilfsorganisation Brot für die Welt am Montag in Berlin vorstellte. Auch in Deutschland ist die Zivilgesellschaft demnach nicht uneingeschränkt frei.

Demokratie und Menschenrechte würden in vielen Staaten in einer Weise angegriffen, wie es seit Jahrzehnten nicht mehr der Fall gewesen sei, sagte Dagmar Pruin, Präsidentin von Brot für die Welt bei der Vorstellung. "Rechtsstaatlichkeit, Gewaltenteilung und Schutz vor staatlicher Willkür sind in immer mehr Ländern bedroht oder gar nicht mehr vorhanden", kritisierte Pruin.

Für den Schutz der Demokratie komme der Zivilgesellschaft eine entscheidende Rolle zu. "Ohne freie Zivilgesellschaft kann es keine lebendige Demokratie und keinen Einsatz für mehr Gerechtigkeit geben", sagte Pruin. Laut Brot für die Welt, das sich für seine Untersuchung auf Bewertungen des weltweiten Netzwerks Civicus stützt, leben nur 3,5 Prozent der Menschen weltweit in Ländern, in denen Meinungs- und Versammlungsfreiheit garantiert sind.

In dem Atlas werden Freiheitsrechte in fünf Kategorien von "offen" bis "geschlossen" eingestuft. Nur in 40 Ländern gilt die Zivilgesellschaft demnach als "offen". In 115 von insgesamt 197 Ländern gilt sie als "beschränkt", "unterdrückt" oder "geschlossen".

Quelle: ntv.de, AFP

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