Stärkster Rückgang seit Corona-KriseDeutsche Exporte in die USA sinken im März um 21,4 Prozent

Das US-Geschäft der deutschen Exporteure ist im März so stark eingebrochen wie seit der Corona-Krise vor sechs Jahren nicht mehr.
Die Ausfuhren in die weltgrößte Volkswirtschaft sanken um 21,4 Prozent im Vergleich zum Vorjahresmonat, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Einen stärkeren Rückgang gab es zuletzt im Juni 2020 mit 27,4 Prozent, als die Pandemie für enorme Verwerfungen sorgte. Auch verglichen mit dem Vormonat sanken die US-Exporte mit 7,9 Prozent auf 11,2 Milliarden Euro ungewöhnlich kräftig. Trotzdem blieben die USA der wichtigste Auslandsmarkt für die deutsche Industrie.
"Die Zollpolitik des US-Präsidenten Donald Trump hinterlässt deutliche Bremsspuren", erklärte der Chefvolkswirt der VP Bank, Thomas Gitzel, die geringere Nachfrage aus den Vereinigten Staaten. Der wissenschaftliche Direktor des Instituts für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK), Sebastian Dullien, sprach von einem "dramatischen Kollaps deutscher Ausfuhren in die USA". "Die Exporte in die Vereinigten Staaten gaben im Jahresvergleich um mehr als ein Fünftel nach – Rückgänge, die historisch sonst nur in dramatischen Krisenzeiten wie zum Höhepunkt der Covid-Pandemie zu beobachten waren", fügte Dullien hinzu. "Hier sind die zerstörerischen Folgen Trumps gut zu beobachten."