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Standortkosten hoch "wie nie"Deutsche Fluggesellschaften bemängeln Höchststand bei Gebühren- und Steuern

17.02.2025, 16:23 Uhr
Wegen-gesundheitlicher-Probleme-eines-Piloten-wurde-eine-Lufthansa-Maschine-umgeleitet
Wegen gesundheitlicher Probleme eines Piloten wurde eine Lufthansa-Maschine umgeleitet. (Archivbild) (Foto: Andreas Arnold/dpa)

Der Bundesverband der Deutschen Fluggesellschaften (BDF) hat die steigende Belastung durch Gebühren- und Steuern in Deutschland beklagt. "Noch nie wurden für einen Flug ab einem deutschen Flughafen so hohe staatliche Standortkosten fällig wie seit dem Beginn dieses Jahres", erklärte BDF-Geschäftsführer Michael Engel. Die Belastung aus Luftverkehrsteuer, Luftsicherheitsgebühren und Flugsicherungsgebühren sei auf einem "historischen Höchststand".

Für einen Flug ab Stuttgart zu einem europäischen Zielflughafen beispielsweise betrage die Steuer- und Gebührenbelastung seit Jahresbeginn 4926 Euro, rechnet der BDF vor. Noch im Jahr 2019 seien es 2029 Euro gewesen.

Zu den Ursachen der Kostensteigerung gehört demnach eine "weitere Verteuerung der Gebühren für die hoheitlichen Luftsicherheitskontrollen". Zudem seien die Gebühren für die Flugsicherung gestiegen, wodurch Deutschland in diesem Bereich im europäischen Vergleich zu den teuersten Luftverkehrsstandorten gehöre, erklärte der BDF.

"Der Luftverkehrsstandort Deutschland verliert gerade den Anschluss an die positive Entwicklung in den anderen Ländern Europas", erklärte Engel. Es brauche dringend eine Entlastung. Schweden schaffe in diesem Jahr seine Luftverkehrsteuer ab - das solle auch die neue Bundesregierung in Deutschland tun, forderte der BDF-Geschäftsführer.

Im vergangenen Oktober hatte die irische Billigfluggesellschaft Ryanair angekündigt, eine Reihe von Flugverbindungen in Deutschland ab dem kommenden Sommer zu streichen. Die Airline nannte steigende Steuern und hohe Gebühren als Grund für die Maßnahme.

Quelle: ntv.de, AFP

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