"Drastische Kostensteigerungen"Deutsche Süßwarenindustrie hat 2025 rund fünf Prozent weniger produziert

Die Süßwarenindustrie blickt nach eigenen Angaben auf ein schwieriges Jahr zurück: 2025 hätten die rund 200 Unternehmen der Branche "drastische Kostensteigerungen" bei Rohstoffen wie Kakao erlebt, teilte der Bundesverband der Deutschen Süßwarenindustrie (BDSI) mit.
Höhere Kosten gab es demnach auch bei Personal, Energie und Logistik. Der BDSI-Vorsitzende Bastian Fassin kritisierte zudem die "stetig gewachsenen bürokratischen Anforderungen".
Nach Schätzungen des Verbands sank die Produktion der in Deutschland hergestellten Süßwaren und Knabberartikel im vergangenen Jahr auf 3,9 Millionen Tonnen - 5,3 Prozent weniger als ein Jahr zuvor. Wertmäßig entwickelte sich die Produktion demnach positiv und stieg um 8,7 Prozent auf rund 18,6 Milliarden Euro.
Die Exportmenge ging laut BDSI schätzungsweise um 5,6 Prozent gegenüber dem Vorjahr auf 2,3 Millionen Tonnen zurück, während der Exportumsatz 2025 um 16,9 Prozent auf rund 17,3 Milliarden Euro zulegte.
Auch 2026 erwarte die deutsche Süßwarenindustrie "kein einfaches Jahr, denn insbesondere bei den Kakao- und Haselnusspreisen ist keine Entspannung zu erkennen", erklärte der BDSI. Die Bundesregierung müsse die Attraktivität des Standorts Deutschland verbessern, forderte der Verband. Zudem sei die Verzögerung des Handelsabkommens mit den südamerikanischen Mercosur-Staaten durch das EU-Parlament ein "fatales Signal" - wichtig sei nun, dass das Abkommen vorläufig zur Anwendung komme.