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"Schlicht Glück"Deutsche Versicherungswirtschaft: Nur 950 Millionen Euro Unwetterschäden in erster Jahreshälfte

01.09.2026, 10:18 Uhr
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Sturm, Hagel und Hochwasser richten in diesem Jahr in Deutschland wohl weniger Schäden an als zuletzt üblich.

Grund sei etwa das Ausbleiben schwerer Winterstürme, teilte der Gesamtverband der Deutschen Versicherungswirtschaft (GDV) mit. Bei einem durchschnittlichen zweiten Halbjahr rechne der Verband für 2026 mit versicherten Schäden durch Naturgefahren von rund zwei Milliarden Euro. Im Mittel wären im Gesamtjahr rund 3,1 Milliarden Euro zu erwarten.

"Die geringen Schäden im ersten Halbjahr waren schlicht Glück", sagte GDV-Hauptgeschäftsführer Jörg Asmussen. 950 Millionen Euro für die ersten sechs Monate seien vergleichsweise wenig. "Auch dieser Hitzesommer mit Temperaturrekord zeigt, dass der Klimawandel weiter voranschreitet", warnte Asmussen. Einzelne Unwetter könnten jederzeit hohe Schäden verursachen.

Von Januar bis Juni blieben die Schäden damit zwar etwa auf dem Niveau des ersten Halbjahres 2025. Die Langzeitbetrachtung zeigt laut GDV jedoch, dass klimawandelbedingte Wetterextreme zunehmen. Allein die Elementarschäden in der Sachversicherung stiegen demnach im Zehnjahresmittel von rund 1,4 Milliarden Euro (2000 bis 2009) auf rund 2,4 Milliarden Euro (2016 bis 2025).

In der ersten Jahreshälfte entfielen auf Sturm und Hagel rund 400 Millionen Euro versicherte Sachschäden. Weitere Elementargefahren wie Starkregen und Überschwemmung verursachten Schäden von rund 200 Millionen Euro. Die Kfz-Versicherer mussten wegen Naturgefahren für rund 350 Millionen Euro geradestehen.

Quelle: ntv.de, rts

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