Kurznachrichten

Digital-RankingDeutschland im EU-Vergleich auf Rang 17 abgerutscht

03.08.2026, 16:59 Uhr
ILLUSTRATION-28-03-2023-Bayern-Kempten-Das-Verbraucherportal-Watchlist-Internet-warnt-vor-gefaelschten-Mails-von-Vorschussbetruegern
(Foto: dpa-tmn)

Deutschland ist in einem EU-weiten Vergleich zu Fortschritten in der Digitalisierung in diesem Jahr um drei Ränge auf Platz 17 abgerutscht.

Die Bundesrepublik komme zwar vorwärts, "aber andere Länder sind schneller", erklärte Bitkom-Präsident Dr. Ralf Wintergerst. Unter den fünf größten EU-Ländern belegt Deutschland Platz zwei hinter Spanien und vor Frankreich, Polen und Italien, wie weiter aus dem sogenannten Desi-Index 2026 von Bitkom hervorging.

Auf den ersten Plätzen des Gesamtrankings liegt nach Bitkom-Angaben Dänemark, darauf folgen Finnland, die Niederlande, Malta und Luxemburg. "Ein großer, föderaler Flächenstaat wie Deutschland lässt sich nur bedingt mit Luxemburg, Estland oder auch Dänemark vergleichen", räumte Wintergerst ein. Allerdings sei Spanien ebenfalls föderal organisiert "und zeigt, dass auch für Deutschland mehr geht". Schlusslichter des Rankings sind Rumänien, Bulgarien und die Slowakei.

Eine Verbesserung konnte Deutschland dem Index zufolge im Bereich "Digitale Kompetenzen" vorweisen, in dem das Land von Platz 15 um vier Ränge auf nunmehr Platz 11 kletterte. So falle etwa der Anteil der IT-Fachkräfte positiv ins Gewicht, erklärte Bitkom: "Sie machen in Deutschland 5,5 Prozent der Beschäftigten aus, im EU-Durchschnitt sind es 5,0 Prozent."

Im Vergleich mit allen EU-Ländern schnitt Deutschland den Angaben nach besonders schlecht bei der Digitalisierung der öffentlichen Verwaltung ab und schaffte es nur auf Platz 22 von 27 EU-Ländern. Unter den fünf größten EU-Ländern liegt Deutschland in diesem Bereich auf Rang drei. Spitzenreiter der gesamten Rangliste in diesem Segment waren Malta, Estland und Finnland.

Quelle: ntv.de, AFP

Regionales