Kostenerhöhung möglichDeutschlandticket: Preis für 2027 soll Ende September feststehen

Die mögliche Preiserhöhung des Deutschlandtickets für das kommende Jahr soll nach Angaben des bayerischen Verkehrsministers Christian Bernreiter bis zum Herbst feststehen.
"Wir wollen bis Ende September den Preis ab 01.01.27 dann bekanntgeben können", sagte der CSU-Politiker als Gastgeber der Verkehrsministerkonferenz am heutigen Donnerstag in Lindau am Bodensee.
Der Preis des bundesweiten Nahverkehrstickets soll künftig nicht mehr von Politikern festgelegt, sondern mit einem Index berechnet werden, dessen konkrete Formel nun von den Ressortchefs der 16 Länder beschlossen wurde. Die Grundsatzentscheidung war bereits im vergangenen Jahr im Bundesrat gefallen. "Das sorgt für Transparenz bei den Nutzern und bei den Verkehrsunternehmen", sagte Bernreiter.
Der monatliche Ticketpreis war für das laufende Jahr auf 63 Euro von zuvor 58 Euro angehoben worden. Die künftige Preisentwicklung hänge von verschiedenen Faktoren ab und könne deswegen noch nicht vorausgesagt werden, sagte Bernreiter. "Das ist eine komplizierte Formel." Grundlage seien zu 55 Prozent Personalkosten, zu 20 Prozent Energiekosten und zu 25 Prozent allgemeine Kosten. Die Preisberechnung erfolge ähnlich wie bereits sonst im öffentlichen Personennahverkehr. Bernreiter nannte Zahlen von "zwei" oder "drei Prozent, vier Prozent".
Wie aus dem Beschlussdokument hervorgeht, setzt sich der Bestandteil der Energiekosten aus 12,8 Prozent Dieselkosten und 7,2 Prozent Stromkosten zusammen. Bei einem insgesamt positiven Preisindex soll der Ticketpreis steigen. Bei einem negativen Preisindex hingegen soll er nicht sinken, sondern unverändert bleiben. Falls die Zahl der verkauften Tickets steigt, soll dies einen Preisanstieg dämpfen.