"Die Zukunft unseres Standorts" sei sehr schwierigWirtschaftsverbände drängen auf Senkung der Energiekosten auf EU-Mindestniveau

Die Wirtschaftsverbände DIHK und ZDH dringen auf eine rasche Senkung der Energiekosten.
Die Wirtschaftsverbände DIHK und ZDH dringen auf eine rasche Senkung der Energiekosten. Noch vor Ostern solle die Regierung die Steuern für Diesel, Benzin, Gas und Heizöl vorübergehend auf das EU-Mindestniveau senken, verlangte die Hauptgeschäftsführerin der Deutschen Industrie- und Handelskammer (DIHK), Helena Melnikov, in der "Bild"-Zeitung (Montagsausgabe).
"Das würde Benzin unterm Strich um rund 35 Cent und Diesel um knapp 17 Cent pro Liter entlasten", argumentierte Melnikov. Zugleich müsse "die Stromsteuer jetzt für alle dauerhaft auf das EU-Mindestniveau gesenkt werden". Weiter drang sie auf niedrigere Arbeitskosten und Bürokratieabbau. Sonst werde "die Zukunft unseres Standorts sehr, sehr schwierig".
"Die Kostenexplosion bei Energie und Treibstoffen schlägt in vielen Betrieben richtig ins Kontor", erklärte auch der Präsident des Zentralverbandes des Deutschen Handwerks (ZDH), Jörg Dittrich, am Sonntag in Berlin. Deshalb sei richtig, "dass die Bundesregierung den Druck auf die Mineralölindustrie erhöht hat".
Zugleich dürfe aber auch der Staat "nicht selbst zum Profiteur der Krise werden", erklärte Dittrich weiter. "Die Steuern auf Treibstoff und Energie müssen befristet runter. Je schneller, desto besser", verlangte auch er.