Nach Drohnen-Vorfall in LeipzigDobrindt baut Drohnenabwehr der Bundespolizei deutlich aus

Nach dem mutmaßlichen Anschlagsversuch mit einer Sprengstoff-Drohne am Flughafen Leipzig/Halle will Bundesinnenminister Alexander Dobrindt die Drohnenabwehr der Bundespolizei deutlich ausbauen.
Der Minister werde dazu noch im Laufe des Tages eine Weisung erteilen, teilte eine Ministeriumssprecherin am Montag mit. Demnach soll die Zahl der in diesem Bereich eingesetzten Spezialkräfte auf 300 aufgestockt werden. Zudem werde die Zahl der Standorte von vier auf acht verdoppelt. Ziel sei es, in der Fläche in ganz Deutschland präsent und bei Bedarf schnell und flexibel vor Ort zu sein. Die Drohnenabwehreinheit befinde sich noch im Aufbau. Wie viele Bundespolizisten ihr aktuell angehören, konnte die Sprecherin nicht sagen.
Zudem bestätigte die Sprecherin Medienberichte über die Errichtung eines neuen Technologiezentrums für Drohnensicherheit. Dieses werde am 18. August am Standort Kochstedt des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) eröffnet. Das Innenministerium errichte dort gemeinsam mit dem DLR und dem Forschungsministerium eine bundesweit einzigartige Einrichtung. In sogenannten Reallaboren sollten dort innovative Technologien zur Drohnensicherheit erforscht, entwickelt und erprobt werden.