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Infolge des Nahost-KriegsEasyJet erwartet wegen gestiegener Treibstoffkosten deutlich höheren Verlust

16.04.2026, 12:04 Uhr
Mailand-Italien-15-Februar-2018-Ein-Airbus-A320-der-EasyJet-mit-dem-Kennzeichen-G-EZTA-auf-dem-Flughafen-Mailand-Malpensa-MXP-in-Italien
(Foto: picture alliance / CHROMORANGE)

Der britische Billigflieger EasyJet rechnet wegen der stark gestiegenen Treibstoffkosten infolge des Nahost-Krieges mit einem deutlich höheren Verlust.

Im ersten Geschäftshalbjahr werde ein Vorsteuerverlust zwischen 540 und 560 Millionen Pfund erwartet, teilte das Unternehmen am Donnerstag mit. Im Vorjahreszeitraum lag das Minus bei 394 Millionen Pfund. Die EasyJet-Aktie brach in London um rund sieben Prozent ein und zog auch die Papiere des Konkurrenten Wizz Air mit nach unten.

Der Krieg zwischen den USA, Israel und dem Iran verunsichert Passagiere und dämpft die Nachfrage für den Sommer. Für das dritte Quartal sind nach Angaben von Easyjet bislang 63 Prozent der Tickets verkauft nach 65 Prozent im Vorjahr. Kunden mieden derzeit Ziele wie die Türkei, Ägypten und Zypern. Dagegen gebe es eine starke Nachfrage nach Inlandsflügen und Zielen im westlichen Mittelmeerraum. Die Kunden buchten zudem kurzfristiger. Die weitere Entwicklung der Sommerbuchungen hänge davon ab, was in den kommenden ein bis zwei Wochen im Nahen Osten geschehe, sagte EasyJet-Chef Kenton Jarvis.

Die Kerosinpreise sind in den vergangenen Wochen kriegsbedingt auf bis zu 200 Dollar pro Barrel (159 Liter) gestiegen. Zwar hat sich EasyJet für den Sommer zu 70 Prozent gegen Preisschwankungen beim Treibstoff abgesichert, wie Jarvis sagte. Die Volatilität wirke sich jedoch auf die ungesicherten Mengen aus. Im März seien dadurch Mehrkosten von 25 Millionen Pfund entstanden. Hinzu kämen 30 Millionen Pfund für höhere rechtliche Rückstellungen. Sollten die Treibstoffkosten länger auf diesem hohen Niveau bleiben, werde dies branchenweit zu steigenden Ticketpreisen führen, warnte der Manager.

Quelle: ntv.de, rts

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