Gestiegene TreibstoffpreiseEasyjet mit deutlich weniger Gewinn

Der britische Billigflieger Easyjet hat im dritten Geschäftsquartal unter anderem wegen der mit dem Irankrieg gestiegenen Treibstoffkosten einen Gewinneinbruch erlitten.
Von April bis Juni sackte das Vorsteuerergebnis um 70 Prozent auf 85 Millionen Pfund ab, wie das Unternehmen mitteilte. Die Kerosinkosten waren demnach um 13 Prozent auf rund 100 Millionen Pfund gestiegen. Der seit fünf Monaten andauernde Konflikt im Nahen Osten belastet die Luftfahrt durch höhere Kosten und eine Tendenz der verunsicherten Kunden, sehr kurzfristig zu buchen.
EasyJet-Chef Kenton Jarvis zeigte sich für das wichtige Sommergeschäft vorsichtig optimistisch. Das Vertrauen der Kunden nehme zu und die Auslastung der Flugzeuge verbessere sich, erklärte Jarvis. Die Ticketpreise liegen in etwa auf Vorjahresniveau, die Flugzeuge sind nicht ganz so gut gefüllt.
Zum Übernahmekampf der beiden US-Finanzinvestoren Apollo und Castlelake um Easyjet äußerte sich die Airline in ihrem aktuellen Geschäftsbericht nicht. Sie unterstützte zuletzt die etwas höhere Offerte von Apollo im Volumen von 5,7 Milliarden Pfund. Allerdings könnten regulatorische Hürden den Deal erschweren.
Die Aktie von EasyJet war am Mittwoch um fast zwölf Prozent eingebrochen nach einem Reuters-Bericht, dass die Europäische Union die Eigentumsregeln für Fluggesellschaften in Europa womöglich nachschärfen will, damit ausländische Investoren keine Kontrolle erlangen können. Dazu sagte Jarvis, er habe in dieser Sache nichts von der EU gehört. Am Donnerstag erholte sich das Papier und legte 2,5 Prozent zu.