Mittlerweile 875 Infektionsfälle bestätigtEbola-Ausbruch: Zahl der Todesopfer steigt in der DR Kongo auf mehr als 200

Gut einen Monat nach dem Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo ist die Zahl der Todesopfer auf mehr als 200 gestiegen.
Gut einen Monat nach dem Ebola-Ausbruch in der Demokratischen Republik Kongo ist die Zahl der Todesopfer auf mehr als 200 gestiegen. Wie die Gesundheitsbehörde der Afrikanischen Union am Donnerstag mitteilte, wurden in dem zentralafrikanischen Land mittlerweile 875 Infektionsfälle bestätigt, darunter 202 Todesfälle. Die Sterblichkeitsrate liege damit bei 23 Prozent.
"Was uns Sorgen bereitet, ist der Stand bei der Kontaktverfolgung", sagte Wessam Mankoula von der Behörde Africa CDC. Aufgrund der schlechten Sicherheitslage und der eingeschränkten Zugänglichkeit mancher Gebiete würden immer noch zu wenige Kontaktpersonen von Infizierten ermittelt.
Die Übertragung des Ebola-Virus erfolgt durch direkten Kontakt mit Körperflüssigkeiten von Infizierten. Die aktuelle Epidemie wird von der erstmals 2007 nachgewiesenen seltenen Bundibugyo-Variante des Virus verursacht. Gegen sie gibt es keinen Impfstoff und keine gezielte Therapie.
Der Ausbruch ist auch schwer einzudämmen, weil die betroffenen Provinzen Ituri, Nord-Kivu und Süd-Kivu schwer zugänglich und seit Jahren Schauplatz bewaffneter Konflikte sind. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hatte wegen der Ebola-Epidemie Mitte Mai eine "gesundheitliche Notlage von internationaler Tragweite" ausgerufen - ihre zweithöchste Alarmstufe.