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Ermittlungen gegen AndrewScotland Yard will Einsicht in ungeschwärzte Epstein-Akten

19.03.2026, 14:29 Uhr
Illustration-Police-record-and-mugshot-of-Jeffrey-Epstein-taken-from-library-documents-made-available-by-the-U-S-Department-of-Justice-in-connection-with-the-Jeffrey-Epstein-case-Wednesday-February-4-2026-Photo-by-Jean-Pierre-Nguyen-Van-Hai-Barbier-ABACAPRESS
(Foto: picture alliance / abaca)

Die Polizei in Großbritannien will einem Bericht zufolge die ungeschwärzten Epstein-Akten aus den USA anfordern. Das sagte Scotland-Yard-Chef Mark Rowley dem australischen Sender ABC zufolge. 

Sein Büro stehe im Zusammenhang mit den Ermittlungen gegen Ex-Prinz Andrew und den früheren Minister und Botschafter Peter Mandelson im Kontakt mit dem US-Justizministerium, so Rowley demnach. Er fügte hinzu: "(...) ab einem gewissen Stadium werden wir die ungeschwärzten Beweise brauchen". Anklagen liegen in beiden Fällen aber noch keine vor.

Sowohl Ex-Prinz Andrew (66) als auch Mandelson (72), der im vergangenen Jahr zum britischen Botschafter in den USA ernannt und dann abberufen wurde, stehen im Verdacht, vertrauliche Informationen an den inzwischen verstorbenen US-Geschäftsmann Jeffrey Epstein weitergeleitet zu haben. Das legen E-Mails aus den kürzlich veröffentlichten Epstein-Akten nahe. Beide wurden kurzzeitig festgenommen. Andrew soll die Informationen in seiner Rolle als früherer Handelsbeauftragter der britischen Regierung weitergeleitet haben. Mandelson war zu dem Zeitpunkt Wirtschaftsminister unter dem damaligen Premierminister Gordon Brown. Seine spätere Berufung zum Botschafter brachte den derzeitigen Premier Keir Starmer in große Bedrängnis.

Der 2019 gestorbene US-Geschäftsmann Epstein betrieb jahrelang einen Missbrauchsring, dem auch viele Minderjährige zum Opfer fielen. Gleichzeitig unterhielt er Kontakte zu höchsten Kreisen in Politik, Adel, Wissenschaft und Wirtschaft. Andrew und Mandelson waren jahrelang eng mit ihm verbandelt und hatten auch Kontakt, nachdem Epstein wegen der erzwungenen Prostitution einer Minderjährigen verurteilt worden war. 

Eines der Opfer, Virginia Giuffre, erhob schwere Vorwürfe gegen Andrew. Demnach soll sie mehrfach zum Sex mit ihm gezwungen worden sein, unter anderem als sie noch minderjährig war. Der jüngere Bruder von König Charles III. streitet die Vorwürfe vehement ab, trotzdem ließ er sich auf einen angeblich millionenschweren Vergleich ein, um eine Zivilklage in den USA beizulegen. Die Vorwürfe sind bislang nicht Bestandteil der Ermittlungen.

Quelle: ntv.de, dpa

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