Statistisches BundesamtErneut weniger Umsatz im Gastgewerbe – 0,4 Prozent Rückgang

Das deutsche Gastgewerbe schwächelt. Der Umsatz von Restaurants, Kneipen, Hotels und anderen Beherbergungsstätten schrumpfte im September um 0,4 Prozent im Vergleich zum Vormonat, wie das Statistische Bundesamt mitteilte.
Inflationsbereinigt (real) fiel das Minus mit 1,3 Prozent noch größer aus, nachdem es im August bereits um 1,6 Prozent nach unten ging. Verglichen mit September 2024 gab es sogar einen realen Rückgang von 4,9 Prozent. Damit steuert die Branche auf das sechste Verlustjahr in Folge zu.
Die Hotels und sonstigen Beherbergungsunternehmen verzeichneten im September ein reales Umsatzminus von 3,1 Prozent zum Vormonat. Die Einnahmen der Gastronomen sanken um 1,8 Prozent. Der Deutsche Hotel- und Gaststättenverband Dehoga hofft auf neue Impulse durch die Politik: Ab Januar 2026 soll die Umsatzsteuer für Speisen in der Gastronomie dauerhaft von 19 auf sieben Prozent sinken.
Bei den deutschen Verbrauchern sitzt das Geld derzeit nicht gerade locker. Das Konsumklima-Barometer sank im November um 1,6 Punkte auf minus 24,1 Zähler, wie aus der monatlichen Umfrage der GfK-Marktforscher und des Nürnberg Institut für Marktentscheidungen (NIM) hervorgeht. "Das Konsumklima setzt seinen Abwärtstrend fort", erklärte der NIM-Experte Rolf Bürkl dazu. Als ein Grund dafür gilt der schwächelnde Arbeitsmarkt. Wegen zunehmender Sorgen um den Arbeitsplatz halten viele Verbraucher ihr Geld lieber zusammen.
Zudem sind die Preise auch im Gastgewerbe gestiegen. Die Branche warnt vor höheren Personalkosten, da der Mindestlohn zu Jahresbeginn auf 13,90 Euro je Stunde und ein Jahr später auf 14,50 Euro steigen soll. "Ob und in welchem Umfang Preissenkungen möglich sind, hängt maßgeblich von der weiteren Kostenentwicklung ab", hieß es zuletzt vom Hotel- und Gaststättenverband.