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Hausärzte alarmiertFacharzttermine lassen in Deutschland im Schnitt 42 Tage auf sich warten

04.02.2026, 14:27 Uhr
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(Foto: picture alliance / dpa-tmn)

Im Schnitt dauert es in Deutschland inzwischen sechs Wochen bis zu einem Facharzttermin.

Deutschlands Hausärzte zeigen sich von den gestiegenen Wartezeiten - durchschnittlich 42 Tage - alarmiert. Die Chefin des Hausärztinnen- und Hausärzteverbandes, Nicola Buhlinger-Göpfarth, forderte Tempo bei angekündigten Reformen.

Nach einer Antwort des Gesundheitsministeriums auf eine Linken-Anfrage betrug bei gesetzlich Versicherten, die mindestens einen Tag auf einen Facharzttermin gewartet haben, die Wartezeit

2024 durchschnittlich 42 Tage. 2019 waren es erst 33 Tage. Zählt man Patienten mit Termin am selben Tag dazu, waren im Schnitt noch 36 Tage zu warten. Die Antwort auf Basis einer Versichertenbefragung liegt der Deutschen Presse-Agentur vor, die "Rheinische Post" hatte zuerst berichtet.

Buhlinger-Göpfarth sagte der "Rheinischen Post": "Seit Jahrzehnten doktert die Politik an den Symptomen eines zunehmend überlasteten Gesundheitswesens rum." Trotz hoher Facharztdichte warteten die Menschen teils sehr lange. Entscheidend sei, dass das geplante Primärversorgungssystem zeitnah ausgerollt werde. Durch die Reform sollen die Versicherten dann in der Regel zuerst zum Hausarzt gehen. Das soll auch die Facharzttermine beschleunigen, wenn wirklich benötigt.

Die Linke-Gesundheitspolitikerin Julia-Christina Stange nannte bestehende Regelungen für eine bessere Versorgung und schnellere Termine einen "Rohrkrepierer". Angesichts explodierender die Beiträge fragten sich die Menschen zurecht, "wessen Interessen hier eigentlich bedient werden".

Die Deutsche Stiftung Patientenschutz verwies in der Zeitung auf Gebühren für Hausärzte für die Vermittlung von Facharztterminen. Vorstand Eugen Brysch sagte, die guten Absichten dahinter seien von der Ärzteschaft torpediert worden. "Nina Warken ist aufgefordert, die Gelddruckmaschine abzustellen." Gesundheitsministerin Warken fehle der Mut, die Gebühren zu streichen. Haus- und Fachärzte könnten weiter Kasse machen.

Quelle: ntv.de, dpa

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