Kurznachrichten

"Flüge ins Nirgendwo" Drohnenangriff am Flughafen Dubai zwingt Emirates-Flüge zu langen Umwegen

18.03.2026, 18:06 Uhr
Gatwick-Airport-expansion-An-Emirates-Airbus-A380-lands-during-sunrise-at-London-Gatwick-Airport-in-Crawley-West-Sussex-Gatwick-wants-to-bring-its-second-emergency-runway-into-routine-use-for-take-offs-by-smaller-aircraft-increasing-the-airport-s-annual-flight-capacity-by-100-000-Opponents-of-the-expansion-have-accused-the-airport-of-trying-to-open-a-new-runway-on-the-cheap-Picture-date-Monday-February-17-2025-See-PA-story-AIR-Gatwick
Gatwick Airport expansion. An Emirates Airbus A380 lands during sunrise at London Gatwick Airport in Crawley, West Sussex. Gatwick wants to bring its second, emergency runway into routine use for take-offs by smaller aircraft, increasing the airport's annual flight capacity by 100,000. Opponents of the expansion have accused the airport of trying to open "a new runway on the cheap". Picture date: Monday February 17, 2025. See PA story AIR Gatwick. Photo credit should read: Gareth Fuller/PA Wire URN:79098135 (Foto: picture alliance / empics)

Der Drohnenangriff auf den Flughafen Dubai hat am Montag Dutzende Flüge des Golf-Carriers Emirates zur Umkehr oder zu langen Umwegen gezwungen.

Der Drohnenangriff auf den Flughafen Dubai hat am Montag Dutzende Flüge des Golf-Carriers Emirates zur Umkehr oder zu langen Umwegen gezwungen. So kehrte nach Flugdaten eine Maschine von London Gatwick auf dem Weg nach Dubai über Saudi-Arabien wieder um und absolvierte damit einen Hin- und Rückflug in einem Rutsch über 9100 Kilometer. Etwa 30 Flüge der Airline mussten ausweichen, weil der verkehrsreichste Flughafen am persischen Golf aus Sicherheitsgründen den Betrieb zeitweise einstellen musste. Emirates bestätigte, dass einige Flüge betroffen waren, nannte aber keine Details.

Die "Flüge ins Nirgendwo" machten die Runde in den sozialen Medien. "Hätte eigentlich beim Anflug auf Dubai aufwachen sollen", schrieb ein überraschter Social-Media-Nutzer, der eine Karte seines Fluges EK164 postete, nach der die Maschine in der Nähe von Kairo umkehrte und zurück nach Dublin flog. Die U-Turns reihen sich in viele Störungen des Luftverkehrs seit Beginn des US-amerikanisch-israelischen Konflikts mit dem Iran am 28. Februar ein.

Iran nimmt immer wieder Ziele in den Golfstaaten unter Beschuss. Zunächst kam es zu umfassenden Luftraumsperrungen. Flugausfälle ließen zigtausende Reisende aus Deutschland stranden, die mittlerweile größtenteils wieder nach Hause kamen. Routen nach Asien verlängern sich durch das Umfliegen des Krisengebiets. Die massiv gestiegenen Ölpreise aufgrund der iranischen Blockade der Straße von Hormus verdoppelten die Kerosinkosten bereits und treiben die Ticketpreise in die Höhe.

Binnen einer halben Stunde kehrten am Montag Emirates-Flüge aus mehreren europäischen und indischen Städten laut FlightRadar24 und AirNav Radar mitten im Flug über Saudi-Arabien oder dem Arabischen Meer um. Ein Flug aus London, der Dubai normalerweise in weniger als sieben Stunden erreicht, landete nach elfeinhalb Stunden am Ausgangsflughafen. Andere kehrten nach Madrid, Lissabon und Paris um. Zwei Flüge aus Dallas und Toronto wurden nach Italien umgeleitet, während Flugzeuge aus Lusaka, Dhaka und Johannesburg auf Zwischenflughäfen landeten oder nach Hause flogen. Passagiere aus New York, Tokio und Moskau landeten in Kairo, Karatschi und Islamabad statt in Dubai. Eine Maschine aus Schanghai erreichte die Metropole mit einem Zwischenstopp in Bangladesch nach 20 Stunden Flugzeit.

Insgesamt wurden nach Daten des Analysehauses Cirium bis zum 17. März rund 30.000 Flüge von und zu Flughäfen im Nahen Osten gestrichen. Allein Emirates strich demnach mehr als 2000 Flüge, was 54 Prozent des Flugplans entspricht. Bei Qatar Airways lag die Ausfallquote bei 93 Prozent und bei Etihad bei 79 Prozent. Emirates leitete zudem Dutzende Verbindungen von Dubai International zu nahe gelegenen Flughäfen wie Dubai World Central, Abu Dhabi und Maskat im Oman um. Die Golf-Airlines nahmen nach kurzer Zeit viele Verbindungen wieder auf, obwohl zeitweise auftretende Drohnen- und Raketenwarnungen weiterhin zu abrupten Umleitungen führen. So sperrten die Vereinigten Arabischen Emirate erst am Dienstag ihren Luftraum erneut.

Quelle: ntv.de, RTS

Regionales