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Folge des Iran-KriegsKonjunkturforscher erwarten deutlich erhöhte Inflation im zweiten Quartal

19.03.2026, 10:49 Uhr
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Konjunkturforscher gehen von einer deutlichen Beschleunigung der Teuerungsrate wegen des Krieges in Nahost aus.

"Der durch den Irankrieg ausgelöste Preisschock bei Energie, insbesondere Öl, wird die Inflationsrate in Deutschland im ersten und zweiten Quartal 2026 auf merklich über 2,5 Prozent erhöhen", erklärte das Institut für Makroökonomie und Konjunkturforschung (IMK) der Hans-Böckler-Stiftung. Zuletzt war die Inflation, gemessen als durchschnittlicher Preisanstieg der Verbraucherpreise im Vergleich zum Vorjahresmonat, auf 1,9 Prozent zurückgegangen.

Im Fall eines Kriegsendes innerhalb der kommenden Wochen würde der Inflationsanstieg begrenzt bleiben, erklärten die Experten weiter. "Wird die Blockade der Straße von Hormus im Sommer wieder aufgehoben und bleibt die Öl- und Gasinfrastruktur der Golfstaaten weitgehend intakt, dürften die Rohöl- und Erdgaspreise im weiteren Jahresverlauf wieder auf ihre Niveaus von Ende 2025 zurückfallen" erklärte die Inflationsexpertin Silke Tober. Entwicklungen in anderen Szenarien sind den Angaben der Experten kaum abschätzbar.

Vom aktuellen Preisanstieg werden den IMK-Berechnungen zufolge Alleinerziehende und Paarfamilien mit niedrigen und mittleren Einkommen überdurchschnittlich hart getroffen. Denn für sie hätten "Ausgaben für Auto-Kraftstoffe mehr Gewicht".

Quelle: ntv.de, AFP

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