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Überall leere Plätze Gastronomen und Hoteliers in Paris enttäuscht vom Olympia-Geschäft

02.08.2024, 12:48 Uhr
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Die Gewerkschaft Nahrung-Genuss-Gaststätten (NGG) bestätigte, dass viele Hotels in Sachsen-Anhalt abends keine Küche mehr betreiben können, weil ihnen das Personal fehlt. (Archivbild) (Foto: Matthias Bein/dpa)

Die erste Olympia-Woche neigt sich dem Ende zu - und viele Gastronomen und Hoteliers in Paris sind enttäuscht. "Uns wurden 15 Millionen Besucher in Paris angekündigt, aber wo sind die?", fragt Arnaud Seite, der drei Hausbote mit Restaurants und Bars auf der Seine betreibt. "Normalerweise verbringen wir unsere Zeit damit, Leute abzuweisen. Jetzt ist hier noch überall frei."

Ähnliche Erfahrungen macht Julia Sedefdjian, Chefin eines Sternerestaurants im fünften Arrondissement. "Wir haben das Gefühl, von einem Fest ausgeschlossen zu werden, das für alle schön hätte sein sollen", sagt sie. Sie sei das Risiko eingegangen und habe extra Personal angeheuert, um das Restaurant den Sommer über zu öffnen und nicht wie sonst eine Pause einzulegen. Für Juli geht sie nun von 30 Prozent Verlust aus.

"Die Olympischen Spiele haben die üblichen Touristen mit zu hohen Preisen und angstmachender Kommunikation vertrieben", sagt Didier Arino, Chef des Beratungsunternehmens Protourisme.

Dabei sind die erwarteten Olympia-Touristen tatsächlich gekommen. Seit Beginn der Olympischen Spiele ist die Zahl der auswärtigen Besucher im Vergleich zum Vorjahr um rund 20 Prozent gestiegen, wie der Verband Choose Paris, der die französische Hauptstadt als Tourismusziel vermarktet, mitteilte. Zu Spitzenzeiten seien bis zu 90 Prozent der Übernachtungsmöglichkeiten ausgebucht.

Doch wo sind die Touristen? Im Disneyland Paris, das im Sommer normalerweise sehr gut besucht ist, zeigt die App des Freizeitparks deutlich kürzere Wartezeiten für die verschiedenen Attraktionen an als für die Jahreszeit üblich. Die Taxifahrer äußerten diese Woche "große Enttäuschung" über ausbleibende Fahrgäste und forderten von der Regierung Entschädigung wegen der enormen Verkehrsbeeinträchtigungen durch die Sicherheitsmaßnahmen rund um die Spiele.

Quelle: ntv.de

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