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Kritik aus der IndustrieGesamtmetall warnt vor Jobverlusten wegen Warkens Plänen zur höheren Beitragsbemessungsgrenze

27.04.2026, 13:36 Uhr
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(Foto: Sebastian Gollnow/dpa)

Der Arbeitgeberverband Gesamtmetall kritisiert Pläne von Bundesgesundheitsministerin Nina Warken zur Anhebung der Beitragsbemessungsgrenze in der Kranken- und Pflegeversicherung und warnt vor weiteren Arbeitsplatzverlusten.

Die vorgeschlagene außerordentliche Anhebung der Grenze von 69.750 auf 73.350 Euro jährlich würde Arbeitgeber und Beschäftigte in der Metall- und Elektroindustrie zusammen fast eine Milliarde Euro kosten, teilte der Verband am Montag mit. Deutlich über eine Million der derzeit 3,77 Millionen Beschäftigten der Branche wären nach Verbandsangaben davon betroffen.

"Wir stecken bereits mitten in der ungebremsten Deindustrialisierung, weil die Kosten am Standort Deutschland nicht mehr erwirtschaftet werden können", sagte Hauptgeschäftsführer Oliver Zander. Er bezeichnete die Pläne als "schlechte Politik", die das Ziel der Beitragsstabilität konterkariere. Die Bundesregierung will am Mittwoch ein Milliardenpaket für Einsparungen und Mehreinnahmen der gesetzlichen Krankenversicherung auf den Weg bringen.

Quelle: ntv.de, rts

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