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Neuer Marktcheck Günstige Eigenmarken-Schokolade weist oft höhere soziale Produktionsstandards auf

10.12.2025, 14:47 Uhr
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(Foto: picture alliance/KEYSTONE)

Bei Schokolade haben günstige Eigenmarken einer Stichprobe zufolge oft höhere soziale Standards für die Herstellung als Markenprodukte.

Bei einem Marktcheck von 19 Vollmilchschokoladen seien bei der mit einem Kilopreis von 36,90 Euro teuersten Tafel "trotz des hohen Verkaufspreises Defizite bei Umwelt- und Fair-Trade-Kriterien" aufgefallen, erklärte die Verbraucherzentrale Hamburg am Mittwoch. "Große Markennamen sind selten eine verlässliche Orientierung für fair produzierte Lebensmittel", erklärte Jana Fischer von der Verbraucherzentrale.

Die Eigenmarken Ja!, Fin Carré, Choceur, K-Classic und Chocóla hätten im Erhebungszeitraum im Sommer 2025 bei einem Preis von 9,90 Euro pro Kilo durchweg ein Fairtrade-Siegel für den Kakaoanteil getragen, fuhr die Verbraucherzentrale fort. Die teuerste Tafel im Test von Lindt trage nur das Label eines firmeneigenen Programms. Ab 2026 solle laut Ankündigung des Herstellers zumindest das Rainforest Alliance-Siegel verwendet werden.

Bei den Zutaten und dem Tierwohl habe Bio-Schokolade überzeugt, erklärte die Verbraucherzentrale weiter. Sie verwies darauf, dass bei Bio-Produkten für Milchkühe der Auslauf im Freien vorgeschrieben sei. Zudem habe die untersuchte Bio-Schokolade einen "Kakaoanteil von 33 bis 38 Prozent" aufgewiesen; auch hätten die Hersteller auf Aromastoffe verzichtet. Die konventionelle Schokoladen hingegen wiesen im Test "oft nur den vorgeschriebenen Mindestgehalt von 30 Prozent Kakao auf". Sechs von ihnen enthalten demnach Aromastoffe.

Quelle: ntv.de, AFP

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