Sachsen-AnhaltJunge Menschen fordern mehr Mitsprache und Räume im Land

Mehr Beteiligung, bessere Freizeitangebote und Sorgen um die Zukunft: Der neue Kinder- und Jugendbericht zeichnet ein differenziertes Bild der Lebensrealität junger Menschen in Sachsen-Anhalt.
Magdeburg (dpa/sa) - Junge Menschen in Sachsen-Anhalt wünschen sich einem Bericht zufolge mehr Mitsprache, bessere Freizeitangebote und mehr Räume für Begegnungen. Zugleich sorgen sie sich um gesellschaftliche Entwicklungen, steigende Preise und ihre Zukunftsperspektiven. Zu diesem Ergebnis kommt der achte Kinder- und Jugendbericht des Landes Sachsen-Anhalt.
Der Bericht wurde im Auftrag des Sozialministeriums vom Institut für kommunale Planung und Entwicklung (IKPE) erarbeitet. Analysiert werden darin die Lebenslagen von Kindern, Jugendlichen und jungen Erwachsenen zwischen 6 und 27 Jahren. Grundlage seien wissenschaftliche Erkenntnisse, statistische Daten sowie Gespräche mit jungen Menschen und Fachkräften gewesen.
Ministerin sieht Jugendliche im Mittelpunkt
"Das Land Sachsen-Anhalt setzt auf eine eigenständige Kinder- und Jugendpolitik, die die Teilhabe von Jugendlichen in den Mittelpunkt stellt", sagte Sozialministerin Petra Grimm-Benne (SPD). Der Kinder- und Jugendbericht gebe den Bedürfnissen junger Menschen Raum.
Im Bericht werden auch die Folgen gesellschaftlicher Entwicklungen der vergangenen Jahre thematisiert. Dazu zählen die Corona-Pandemie, wirtschaftliche Unsicherheiten, gesellschaftliche Polarisierungen und der Klimawandel. Diese Entwicklungen beeinflussten zunehmend die Lebens- und Zukunftsperspektiven junger Menschen.
Bericht fordert mehr Dialog
Nach Angaben des Leiters des IKPE, Jörg Fischer, zeigt der Bericht "wie wichtig es ist, mit jungen Menschen zu sprechen statt über sie."
Nach Angaben des Ministeriums soll der Bericht wichtige Impulse für die Weiterentwicklung der Kinder- und Jugendhilfe sowie der Kinder- und Jugendpolitik in Sachsen-Anhalt geben.