"Das Wetter sieht gut aus"Gute Aussichten für neuen Starttermin der Nasa-Mondmission Artemis 1 am Samstag

Nach der Verschiebung der unbemannten Nasa-Mondmission Artemis 1 stehen die Chancen gut, dass der für Samstag angesetzte neue Starttermin eingehalten werden kann.
Wie die US-Raumfahrtbehörde Nasa am Donnerstag mitteilte, liegt die Wahrscheinlichkeit für gutes Wetter während des Start-Zeitfensters, das um 14.17 Uhr (Ortszeit, 20.17 Uhr MESZ) beginnt, bei 60 Prozent. Außerdem seien die technischen Probleme behoben, derentwegen der erste Testflug der SLS-Rakete am Montag kurz vor dem geplanten Start abgesagt wurde.
Die unbemannte Rakete soll nach ihrem Start vom Kennedy Space Center in Florida mehr als fünf Wochen im All unterwegs sein. Ihre Orion-Kapsel soll den Mond in rund 100 Kilometern Entfernung umrunden. Anschließend soll sie bis zu 64.000 Kilometer hinter den Mond vordringen - das wäre ein Rekord für ein Raumschiff, das Menschen befördern soll.
"Das Wetter sieht gut aus" und werde der Nasa wohl keinen Strich durch die Rechnung machen, sagte die Expertin Melody Lovin bei einer Pressekonferenz. Außerdem hat die Nasa an dem Problem gearbeitet, das am Montag zu der kurzfristigen Startverschiebung geführt hatte.
Mit Artemis 1 sollen die bislang leistungsstärkste Trägerrakete und die an ihrer Spitze sitzende Orion-Kapsel unter realen Bedingungen getestet werden. Die Folge-Mission Artemis 2 soll Astronauten in eine Mond-Umlaufbahn bringen, mit Artemis 3 soll frühestens 2025 eine Mondlandung glücken. An der Artemis-Mission ist auch Deutschland maßgeblich beteiligt. So wurde das Service- und Antriebsmodul von Orion hauptsächlich hier gebaut. Laut Bundeswirtschaftsministerium wurde es über die europäische Weltraumorganisation ESA zu 50 Prozent aus Deutschland finanziert. Das Institut für Luft- und Raumfahrtmedizin des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln fertigte zwei menschenähnliche Puppen für die Mission, mit denen die Flugbedingungen getestet werden.