"The Spectator"Hedgefonds-Investor kauft politisches Magazin in Großbritannien

Der Hedgefonds-Investor Paul Marshall hat das britische Magazin "The Spectator" für 100 Millionen Pfund gekauft. Das teilten die Geschäftsparteien mit. "The Specator" ist eines der ältesten politischen Magazine der Welt.
Dem Millionär Marshall gehört bereits der britische Sender GB News, der vor drei Jahren als politisch nach rechts tendierende Alternative zu anderen Nachrichtensendern an den Start ging und dem Sender Fox News in Amerika ähnelt. Marshall hat auch eine konservative Kommentar-Webseite, "Unherd". Er teilte mit, er seit seit langem "Spectator"-Leser und über den Kauf des Magazins erfreut. Seine Mediengruppe Old Queen Street wolle wiedergutmachen, dass zuvor nicht genug in das Magazin investiert worden sei.
Die britische Regierung hatte verhindert, dass ein Konsortium mit Unterstützung durch die Vereinigten Arabischen Emirate die Telegraph Media Group kauft, zu der "The Spectator" und die Zeitungen "The Daily Telegraph" und "The Sunday Telegraph" gehören. Alle drei stehen den britischen Konservativen nahe. Britische Regierungsvertreter brachten ein Gesetz auf den Weg, das es anderen Staaten verbietet, britische Zeitungen und Magazine zu besitzen. "The Daily Telegraph" und "The Sunday Telegraph" stehen weiter zum Verkauf.
"The Spectator" wurde 1828 in London gegründet. Zu den ehemaligen Redakteuren der Zeitung gehört der frühere Premierminister Boris Johnson.