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Schlag gegen CyberkriminalitätHunderte Server von Phishing-Dienst lahmgelegt

20.07.2026, 15:35 Uhr
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Symbolbild. (Foto: picture alliance/dpa)

Ermittlern in Deutschland und den USA ist ein Schlag gegen einen der weltweit größten Phishing-Dienste gelungen.

Sie legten die Infrastruktur des Dienstes "Kratos" lahm, der für den Diebstahl von Zugangsdaten hunderttausender Opfer in über 30 Staaten verantwortlich ist, wie das Bundeskriminalamt (BKA) und die Generalstaatsanwaltschaft Frankfurt am Main am Montag mitteilten. Der mutmaßliche Entwickler wurde in Indonesien festgenommen.

Bei Kratos handelte es sich den Angaben zufolge um einen digitalen Baukasten, mit dem Kriminelle täuschend echte Webseiten, insbesondere von Microsoft, erstellen konnten. Über diese wurden Zugangsdaten und Passwörter von Opfern gestohlen. Das Geschäftsmodell war als "Phishing-as-a-Service" angelegt: Der Baukasten wurde an über 1800 Kriminelle vermietet, die damit monatlich rund 15.000 Phishing-Kampagnen durchgeführt haben sollen. Im Zuge der Aktion wurden mehr als 200 Server der Infrastruktur unschädlich gemacht.

Den Ermittlungsbehörden gelang damit nach eigenen Angaben ein bedeutender Erfolg gegen eine der weltweit gefährlichsten Gruppierungen dieser Art. "Wer im Internet mit gefälschten Webseiten Zugangsdaten stiehlt, darf sich nicht in Sicherheit wiegen", sagte Carsten Meywirth, Leiter der Abteilung Cybercrime im BKA. "Mit diesem Schlag haben wir zudem die Gefahr, dass fortlaufend hunderttausende Internetnutzer Opfer werden, abgewehrt." 

Quelle: ntv.de, RTS

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