Verbrannte Bilder von TrumpHunderte protestieren in der Nähe von US-Botschaft in Bagdad

In der Nähe der US-Botschaft in der irakischen Hauptstadt Bagdad haben am Mittwoch mehrere hunderte Menschen gegen eine Einmischung der USA in die irakische Innenpolitik protestiert.
Die Demonstranten versammelten sich in der Nähe der sogenannten Grünen Zone von Bagdad, in der auch die US-Botschaft liegt. Sie riefen Slogans wie "Ja zu Maliki", einige verbrannten Bilder von US-Präsident Donald Trump und eine US-Flagge, wie ein AFP-Journalist berichtete.
Hintergrund ist eine Drohung von Trump, jegliche US-Hilfe für den Irak einzustellen, sollte Nuri al-Maliki den Posten des Regierungschefs übernehmen. Maliki wies am Mittwoch die "unverfrorene amerikanische Einmischung in innere irakische Angelegenheiten kategorisch zurück". Der frühere Regierungschef sprach im Onlinedienst X von einem Angriff auf das demokratische System des Irak.
Maliki hatte sich während seiner Amtszeit von 2006 bis 2014 wegen seiner zunehmend engen Verbindungen zum Iran mit den USA überworfen. Der 75-Jährige blieb aber eine einflussreiche Figur in der irakischen Politik. Er wurde von einem Bündnis schiitischer Gruppen als nächster Regierungschef unterstützt.