Ankündigung IG Bauen-Agrar-Umwelt und IG Metall wollen Zusammenarbeit beim Qualitätssiegel FSC beenden
Nach personellen Querelen haben die Gewerkschaften IG Bauen-Agrar-Umwelt und IG Metall die Zusammenarbeit beim forstwirtschaftlichen Qualitätssiegel FSC angekündigt. Dies teilten sie am Mittwoch in Frankfurt mit. Verbraucher kennen das Nachhaltigkeits-Label von verschiedenen Holzprodukten.
Bei den Vorstandswahlen des gemeinnützigen Vereins für verantwortungsvolle Forstwirtschaft in Freiburg waren der IG-BAU-Vertreter Volker Diefenbach sowie Elmar Stertenbrink von der Interessengemeinschaft Zugpferde bereits zum zweiten Mal durchgefallen. Die beiden langjährigen Experten waren zuvor insbesondere für soziale Belange der Forstwirtschaft zuständig, etwa bei der Arbeitssicherheit oder der Bezahlung der Waldarbeiter.
Sie waren auch von der Sozialkammer des Vereins zur Wahl vorgeschlagen worden, fielen aber in der Vollversammlung durch, wie ein Sprecher des Vereins bestätigte. Im Sommer hat bereits der langjährige Geschäftsführer Uwe Sayer nach strategischen Differenzen den Verein verlassen.
IG-BAU-Vize Harald Schaum zeigte sich verärgert und erklärte: «Eins ist klar, solange die IG BAU dort im Vorstand nicht mehr vertreten ist, sind wir kein Mitglied mehr des FSC.» Er könne sich kaum vorstellen, dass der FSC Deutschland auf die sozialen Aspekte verzichten wolle. Ein Sprecher des Vereins erklärte, dass man zum Dialog bereit sei, um eine schnelle Nachwahl der vakanten Vorstandssitze zu ermöglichen. Die sozialen Standards des FSC-Labels blieben unverändert gültig.