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Bundesbank-MonatsberichtIndustrie verliert als Arbeitgeber in Deutschland weiter an Bedeutung

20.08.2026, 12:22 Uhr
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(Foto: picture alliance / Rupert Oberhäuser)

Die Industrie verliert der Bundesbank zufolge als Säule des deutschen Arbeitsmarktes an Gewicht.

Der Anteil des Verarbeitenden Gewerbes an allen sozialversicherungspflichtig Beschäftigten liege bei nur noch etwa 18,5 Prozent, heißt es in dem am Donnerstag veröffentlichten Monatsbericht. 2010 habe er noch gut 22 Prozent betragen. Damit seien große Teile der Beschäftigungsgewinne verloren gegangen, die während des Aufschwungs nach der Finanz- und Wirtschaftskrise 2008/09 entstanden seien.

"Das Verarbeitende Gewerbe verliert, abgesehen von konjunkturellen Schwankungen, seit längerem an Bedeutung", lautet das Fazit der deutschen Notenbank. Selbst in Zeiten des Stellenaufbaus während der 2010er Jahre sei der Beschäftigungszuwachs bei den Dienstleistern deutlich kräftiger ausgefallen als in der Industrie. "Der Strukturwandel weg von der Industrieproduktion und hin zur Dienstleistungswirtschaft hält seit Jahrzehnten an und ist kein neues Phänomen der aktuellen Transformation", hieß es.

Der Beschäftigungsabbau habe bislang nicht zu einem starken Anstieg der Arbeitslosigkeit geführt. Zudem wurden in den vergangenen zwei Jahren trotz des umfangreichen Stellenabbaus nur moderat mehr Industriebeschäftigte arbeitslos als zuvor. Das spricht der Bundesbank zufolge dafür, dass Stellen größtenteils über natürliche Fluktuation und Zurückhaltung bei Neueinstellungen abgebaut wurden - und nicht über größere betriebsbedingte Entlassungen.

Vor allem in energieintensiven Bereichen und der Kraftfahrzeugindustrie fielen Jobs weg. "Aufgrund der Transformation der Kraftfahrzeugindustrie hin zur E-Mobilität ist ein gewisser Stellenabbau zu erwarten, da die Wertschöpfungstiefe bei der Herstellung von E-Fahrzeugen geringer als bei der Produktion von Personenkraftwagen mit Verbrennungsmotor ist", erklärte die Bundesbank. Hinzu kämen Absatzprobleme auf wichtigen Exportmärkten. "Ausschlaggebend dafür war die schwache globale Nachfrage nach Automobilen mit Verbrennungsmotor und die wachsende Konkurrenz insbesondere chinesischer Anbieter", hieß es dazu.

Quelle: ntv.de, rts

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