Geberkonferenz in BrüsselInternationale Geber sagen 884 Millionen Euro für Gazas Wiederaufbau zu

Internationale Geber haben rund 884 Millionen Euro für die "frühe Wiederaufbauphase" im Gazastreifen in Aussicht gestellt.
Damit die Mittel aus diesem "ersten Paket" bei den Menschen ankommen könnten, "brauchen wir jetzt die Voraussetzungen vor Ort", sagte die EU-Kommissarin für das Mittelmeer, Dubravka Suica, am Montag am Rande einer Geberkonferenz in Brüssel. Zwei wichtige frühe Wiederaufbauprojekte seien die Wasserversorgung und die Abfallwirtschaft.
Die Finanzhilfe wird in der von Suica angekündigten Initiative "Team Gaza" gesammelt. Die Initiative solle dabei helfen, die Hilfe der EU-Länder und ihrer internationalen Partner im Gazastreifen zu koordinieren, sagte die Kommissarin. Teil der Initiative sind neben Deutschland und weiteren EU-Ländern etwa Großbritannien, Norwegen, Japan und die Schweiz. Der Kommission zufolge haben auch Australien und Kanada Interesse an einer Beteiligung bekundet.
An der inzwischen zweiten Geberkonferenz der EU für die Palästinenser nahmen auch Vertreter der USA sowie des von US-Präsident Donald Trump ins Leben gerufenen "Friedensrats" teil. Bei dem Treffen von mehr als 60 Delegationen sollte es unter anderem um die finanzielle Stabilität der Palästinensischen Autonomiebehörde (PA) gehen.
Suica sagte, eine funktionierende PA sei "unverzichtbar" für Frieden und Nachhaltigkeit in der Region. Sie forderte Israel zudem dazu auf, finanzielle Einschränkungen aufzuheben und den Zugang humanitärer Hilfe zum Gazastreifen zu verbessern.