RWI/ISL-ContainerumschlagindexInternationaler Containerumschlag stabilisiert sich nach Rückgängen wieder

Der Containerumschlag in den internationalen Häfen ist im Mai leicht gestiegen.
Das vom Essener Forschungsinstitut RWI und dem Institut für Seeverkehrswirtschaft und Logistik (ISL) am Montag veröffentlichte Barometer legte um 0,3 auf 141,9 Punkte zu. Damit stabilisiert sich der Index nach den deutlichen Rückgängen der beiden Vormonate. Ein Grund dafür dürfte laut den Forschern sein, dass die Belastungen durch die stark gestiegenen Ölpreise infolge des Iran-Kriegs nachgelassen haben. Der Ölpreis der Sorte Brent erreichte seinen Höchstwert Ende April und ist seitdem wieder um fast 30 Prozent gefallen. Die für den internationalen Öltransport wichtige Schifffahrtsroute Straße von Hormus war im Mai jedoch weiterhin weitgehend gesperrt.
"Sollten die Verhandlungen zwischen den USA und dem Iran zu einer dauerhaften Öffnung der Straße von Hormus führen, dürfte sich der Welthandel weiter erholen", erklärte RWI-Konjunkturchef Torsten Schmidt. Da der internationale Handel im Wesentlichen per Seeschiff abgewickelt wird, lassen die Containerumschläge laut dem RWI zuverlässige Rückschlüsse auf den Welthandel zu. In den Index gehen die im Rahmen des "ISL Monthly Container Port Monitor" fortlaufend erhobenen Angaben zum Containerumschlag in 90 internationalen Häfen ein, auf die rund 64 Prozent des weltweiten Umschlags mit solchen Boxen entfallen. Die aktuelle Schnellschätzung für den Containerumschlag-Index stützt sich auf Angaben von 82,6 Prozent des im Index abgebildeten Umschlags.