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Verhärtete Fronten Iran bekräftigt Anspruch auf Urananreicherung vor neuen Atomverhandlungen mit den USA

23.05.2025, 13:22 Uhr
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Iran strebt nach eigenen Angaben nicht nach Atomwaffen (Archivbild) (Foto: Vahid Salemi/AP)

Der Iran hat kurz vor neuen Verhandlungen mit den USA über sein umstrittenes Atomprogramm sein Beharren auf einer Urananreicherung bekräftigt und auf eine Entscheidung gedrungen. Außenminister Abbas Araghtschi, der mit seinen zwei Stellvertretern zu den Gesprächen in der Botschaft des Oman in Rom am Freitag eintraf, erklärte, dass der Iran auf Atomwaffen, nicht aber auf die Anreicherung von Uran verzichten wolle.

"Null Atomwaffen = wir HABEN einen Deal. Null Anreicherung = wir haben KEINEN Deal. Zeit zu entscheiden", schrieb er auf der Online-Plattform X. Die US-Regierung zeigte sich trotz Warnungen aus Teheran, dass die Gespräche angesichts unvereinbarer roter Linien auf beiden Seiten scheitern könnten, optimistisch. US-Präsident Donald Trump meine, dass sich die Verhandlungen "in die richtige Richtung" bewegten, sagte eine Sprecherin.

Araghtschi wird in Rom mit Trumps Nahost-Gesandten Steve Witkoff eine fünfte Gesprächsrunde über omanische Vermittler führen. Für beide Seiten steht viel auf dem Spiel. Trump will die Möglichkeit des Iran einschränken, eine Atomwaffe herzustellen. Die Islamische Republik hingegen will eine Aufhebung der verheerenden Sanktionen gegen ihre vor allem auf den Öl-Einnahmen basierende Wirtschaft. Die zuvor letzte Gesprächsrunde fand am 11. Mai im Oman statt.

Quelle: ntv.de, rts

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