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Sa-Nur 2005 geräumtIsrael: Ultrarechter Minister Smotrich kündigt Wiederaufbau von Siedlung im Westjordanland an

07.08.2025, 16:38 Uhr
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Israels rechtsextremer Finanzminister Smotrich setzt sich für eine israelische Wiederbesiedlung des Gazastreifens nach dem Krieg ein. (Archivbild) (Foto: Ilia Yefimovich/dpa)

Der ultrarechte israelische Finanzminister Bezalel Smotrich hat den Wiederaufbau der 2005 von Israel geräumten Siedlung Sa-Nur im Westjordanland angekündigt. "Wir korrigieren den Fehler der Vertreibung", sagte Smotrich. Er begleitete eine Gruppe von Familien, die sich darauf vorbereiten, sich auf den Ruinen der Siedlung im Norden des besetzten Westjordanlandes niederzulassen.

"Schon damals wussten wir, dass wir, selbst wenn die Vertreibung leider stattfinden musste, eines Tages an alle Orte zurückkehren würden, aus denen wir vertrieben wurden", sagte Smotrich weiter. "Das gilt für Gaza, und hier gilt es umso mehr."

Die israelische Regierung hatte im Mai die "Entwicklung" von 22 neuen Siedlungen im Westjordanland beschlossen. Zwei von ihnen sind besonders symbolträchtig: Homesh und Sa-Nur. Sie liegen im Norden des Westjordanlandes und sind Wiederansiedlungen. Beide Siedlungen waren 2005 im Rahmen des Rückzugs Israels aus dem Gazastreifen unter Regierungschef Ariel Sharon geräumt worden.

Israel hatte im Sechstagekrieg von 1967 die Kontrolle über das Westjordanland, Ostjerusalem und den Gazastreifen übernommen. Nach internationalem Recht ist die Errichtung israelischer Siedlungen in diesen palästinensischen Gebieten illegal. Trotz Protest aus dem Ausland hat Israel in den vergangenen Jahrzehnten dutzende Siedlungen im Westjordanland gebaut, wo rund 500.000 Israelis neben rund drei Millionen Palästinensern leben.

Quelle: ntv.de, AFP

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