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SachsenFreizeitparks investieren kräftig - "Dønnervind" in Plohn

19.06.2026, 16:32 Uhr
Mit-hohem-Tempo-ins-Nass-die-neue-Wasser-Achterbahn-Dønnervind-im-Freizeitpark-Plohn

Mit "Dønnervind" ins Nass: Wenige Wochen vor den Sommerferien eröffnet der Freizeitpark Plohn eine neue Wasser-Achterbahn. Die "Weltneuheit" ist nicht die einzige Neuerung in Sachsens Erlebnisparks.

Lengenfeld (dpa/sn) - Sachsens Freizeitparks drehen auf: Nach "Idefix' Abenteuerland" in Belantis und dem Skywalk im Sonnenlandpark zieht Plohn im Vogtland nach. Eingebettet in einen See mit künstlichen Felsen und Kulissen im Wikinger-Stil schickt er die neue Wasser-Achterbahn "Dønnervind" ins Rennen. 11,5 Millionen Euro hat der Familienbetrieb nach eigenen Angaben investiert - das größte Einzelinvestment in der 30-jährigen Geschichte des Parks.

Bei herkömmlichen Achterbahnen wird der Wagen mit den Gästen zunächst auf eine Anhöhe gezogen. Von dort startet dann per Schwerkraft die rasante Fahrt. "Dønnervind" nutzt dagegen Magnettechnik und katapultiert den Wagen in die Bahn hinein - und das zwei Mal aus dem Wasser heraus. Parkbetreiber und Hersteller Mack Rides aus Baden-Württemberg sprechen von einer Weltneuheit in dieser Form.

Die actionreiche Fahrt geht über eine Strecke von 535 Metern. Dabei rast der Wagen durch steile Kurven und kracht auch direkt ins Wasser hinein. Er erreicht teils mehr als 50 Kilometer pro Stunde. Die neue Anlage sei absolut familiengeeignet, sagt der Juniorchef des Freizeitparks, Jan Völkel. Die Fahrgäste müssten nur mindestens 1,10 Meter groß sein - also ab etwa 5 Jahren.

Der 35 Hektar große Park feiert dieses Jahr 30. Jubiläum. Angefangen mit Märchenhäuschen im Wald hat er sich zu einem über die Region hinaus bekannten Erlebnispark gemausert, der mehr als 300.000 Besucher jährlich anlockt. Er vereint Attraktionen für unterschiedliche Altersgruppen: von der Floßfahrt und der Raupenbahn bis zur Holzachterbahn "El Toro" und der Achterbahn "Dynamite" mit Looping und Schrauben.

Freizeitpark-Ranking: Plohn vor Karls und Belantis

Das Portal Travelcircus nimmt regelmäßig Deutschlands Freizeitparks unter die Lupe. Fürs neueste Ranking wurden 49 Parks analysiert. Dabei hat der Europa-Park Rust in Baden-Württemberg seinen Spitzenplatz vor dem Phantasialand bei Köln verteidigt. Von den sächsischen Parks wurde abermals Plohn am besten bewertet, rutschte allerdings im bundesweiten Vergleich vom 11. auf den 13. Platz ab. Punkten können die Vogtländer demnach vor allem beim Preis-Leistungs-Verhältnis und dem Spaßfaktor für unterschiedliche Altersgruppen. Nachholbedarf wird vor allem bei der Social-Media-Präsenz gesehen.

Karls Erlebnis-Dorf in Döbeln erreicht im Bundesvergleich Platz 19 noch vor Belantis auf Rang 21. Insgesamt warten Sachsens Freizeitparks den Angaben nach mit rund 200 Attraktionen auf: von Achterbahnen über Abenteuerspielplätze bis zum Riesenrad. Zur Riege solcher Parks gehören auch der Sonnenlandpark bei Chemnitz und das Elbe-Freizeitland Königstein. "Sachsen ist das Land der Freizeitparks", schwärmt Ministerpräsident Michael Kretschmer (CDU).

Auch der Sonnenlandpark feiert dieses Jahr Jubiläum - das 20. Dazu ist eine neue Erlebnispyramide mit Aussichtsplattform in 35 Metern Höhe und Spiralrutsche entstanden sowie ein "Skywalk", der von dort zum Rutschenturm führt.

Große Pläne für Belantis - Asterix wird neues Zugpferd

Investiert wird auch in Belantis bei Leipzig. Der neue Betreiber, die Compagnie des Alpes, setzt dort künftig auf die bekannten französischen Comic-Helden Asterix und Obelix und ihre rebellische Dorfgemeinschaft. Die Rede ist von rund 100 Millionen Euro, die in den kommenden Jahren in das mehr als 80 Hektar große Gelände investiert werden. Als erster Schritt wurde Ende Mai "Idefix' Abenteuerland" eröffnet. Der Betreiber will nach dem kompletten Umbau künftig 800.000 bis eine Million Gäste pro Jahr im Park begrüßen - bisher sind es den Angaben zufolge etwa 300.000. Dazu soll er ab 2030/31 als "Asterix Park Deutschland" firmieren.

Quelle: dpa

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