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Solidaritätsschiff "Madleen"Israel bestätigt Ausreise von sechs weiteren Gaza-Aktivisten

12.06.2025, 16:56 Uhr
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Israel schickt die Aktivisten zurück in ihre Heimat. (Archivbild) (Foto: Salvatore Cavalli/AP/dpa)

Sechs weitere Aktivisten des abgefangenen Gaza-Solidaritätsschiffs befinden sich nach israelischen Angaben auf dem Weg in ihre Heimatländer. Israels Außenministerium teilte auf X Fotos der Aktivisten. Darauf ist zu sehen, wie einige bereits in einem Flugzeug sitzen. Nach Angaben der Organisation Adalah befinden sich unter den nun abgeschobenen Yasemin Acar aus Deutschland sowie die französische EU-Parlamentarierin Rima Hassan.

Vor wenigen Tagen hatte Israel bereits vier Aktivisten des Segelschiffs "Madleen" abgeschoben – darunter war die Schwedin Greta Thunberg. Die anderen Aktivisten weigerten sich, die notwendigen Ausweisungsdokumente zu unterzeichnen. Insgesamt waren zwölf Aktivisten an Bord des Schiffs. Die nun noch verbliebenen zwei Aktivisten warten auf ihre Abschiebung am Freitag.

Die israelische Armee hatte die "Madleen" auf dem Weg in den Gazastreifen am frühen Montagmorgen abgefangen - nach Angaben des Bündnisses Freedom Flotilla Coalition rund 200 Kilometer von der Küste des Gazastreifens in internationalen Gewässern. Am Montagabend war das Schiff dann in der israelischen Hafenstadt Aschdod eingelaufen. Die Aktivisten wollten nach eigenen Angaben humanitäre Hilfe für die Bevölkerung nach Gaza bringen.

Israels Armee fing die "Madleen" nach eigenen Angaben wegen der seit 2007 bestehenden Seeblockade des Gazastreifens ab. Verteidigungsminister Israel Katz nannte das Schiff eine "Selfie-Jacht" und warf den Passagieren eine PR-Aktion vor. In dem X-Post des Außenministeriums hieß es nun entsprechend: "Bye-bye – und vergesst nicht, vor der Abreise ein Selfie zu machen."

Quelle: ntv.de, dpa

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