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Deutlich mehr Attacken im April Israel weitet Angriffe im Gazastreifen aus

13.05.2026, 14:44 Uhr
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(Foto: picture alliance/dpa/APA Images via ZUMA Press Wire)

Israel hat seine Angriffe im Gazastreifen in den vergangenen fünf Wochen deutlich ausgeweitet.

Seit dem Ende der gemeinsamen Bombardements mit den USA auf den Iran am 8. April seien in dem Palästinensergebiet 120 Menschen getötet worden, teilte das dortige Gesundheitsministerium mit. Dies seien 20 Prozent mehr als in den fünf Wochen zuvor. Der Konfliktbeobachter ACLED verzeichnete im April zudem 35 Prozent mehr israelische Angriffe als im März. Die Zunahme der Luftschläge ist ein weiteres Zeichen für den ins Stocken geratenen Plan von US-Präsident Donald Trump, der ein Ende des Krieges und den Wiederaufbau vorsieht.

Das israelische Militär äußerte sich zunächst nicht zu den Gründen für die Eskalation. Vier israelischen Insidern zufolge hatte die Armee die Regierung von Ministerpräsident Benjamin Netanjahu jedoch in den vergangenen Wochen davor gewarnt, dass die Hamas ihre Kontrolle in dem Küstenstreifen wieder ausbaue, Truppen neu aufstelle und Waffen produziere. Einem weiteren Insider zufolge erlaubt die geltende Waffenruhe ein Vorgehen gegen unmittelbare Bedrohungen. Die Armee habe bereits umfassendere Pläne für eine Wiederaufnahme der Kämpfe ausgearbeitet. Für die Zivilbevölkerung ist die Gewalt allgegenwärtig: "Der Krieg geht weiter", sagte der 36-jährige Palästinenser Lafi Al-Naddschar, der mit seiner Familie in einem Zeltlager in den Ruinen der Stadt Chan Junis lebt und dessen Sohn Ende April bei einem Angriff getötet wurde. "Er hat nur auf dem Papier geendet, aber in der Realität und vor Ort hat der Krieg nicht aufgehört."

Quelle: ntv.de, rts

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