Verbreite eine "vollkommen irreführende Botschaft" Italien weist Rutte-Äußerungen zur Nutzung italienischer Stützpunkte durch die US-Armee zurück

Italien hat Äußerungen von Nato-Generalsekretär Mark Rutte zur Nutzung italienischer Stützpunkte durch die US-Armee während des Iran-Kriegs zurückgewiesen.
Italien hat Äußerungen von Nato-Generalsekretär Mark Rutte zur Nutzung italienischer Stützpunkte durch die US-Armee während des Iran-Kriegs zurückgewiesen. Rutte habe eine "vollkommen irreführende Botschaft" verbreitet, erklärte das Verteidigungsministerium in Rom am Mittwoch. Er habe "die Art der genehmigten Flüge verwechselt".
Rutte hatte dem US-Sender Fox News als Reaktion auf die Kritik von US-Präsident Donald Trump an den europäischen Verbündeten gesagt, dass während der Angriffe der USA auf den Iran 500 US-Militärmaschinen von italienischen Stützpunkten gestartet seien. Insgesamt seien von Europa aus 4000 bis 5000 Flugeinsätze gestartet, sagte Rutte.
Das italienische Verteidigungsministerium betonte nun aber, es seien nur "technische und logistische" Flüge der US-Luftwaffe zugelassen worden. "In den Fällen, in denen ein Antrag gestellt wurde, der über diesen Rahmen hinausging, hat Italien, wie allgemein bekannt ist, keine Genehmigung erteilt", betonte das Ministerium. Die Nutzung italienischer Stützpunkte für Kampfeinsätze muss von der Regierung genehmigt werden, die dafür die Zustimmung des Parlaments einholen muss.
Das Verhältnis zwischen den USA und den anderen Nato-Verbündeten ist seit längerem angespannt. Trump kritisierte Länder wie Italien und Deutschland unter anderem dafür, die USA im Iran-Krieg nicht ausreichend unterstützt zu haben - und drohte wiederholt damit, sie im Ernstfall nicht zu verteidigen. Zudem sorgte er mit herablassenden Äußerungen über die italienische Regierungschefin Giorgia Meloni für Empörung in Italien.
Rutte wird am Mittwoch von Trump im Weißen Haus empfangen. Bei dem Treffen soll es um die Vorbereitung des Nato-Gipfels am 7. und 8. Juli in Ankara gehen.