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Polizei sucht nach SpurenKameras auf der Damentoilette an einer Berliner Uni gefunden

12.06.2026, 14:59 Uhr
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Die Zugangsbeschränkungen werden etwas lockerer. (Archivbild) (Foto: Julian Stratenschulte/dpa)

Heimlich installierte Kameras könnten Aufnahmen von intimsten Momenten geliefert haben. Wer steckt dahinter? Und wer konnte das sehen?

Auf Damentoiletten der Hochschule für Wirtschaft und Recht in Berlin-Lichtenberg sind Kameras entdeckt worden. Die Polizei erhofft sich nun durch mögliche Fingerabdrücke oder DNA-Spuren Hinweise auf den Täter. Die Beamten wurden nach Angaben eines Polizeisprechers bereits am Mittwoch zum Campus Alt-Friedrichsfelde gerufen, nachdem Studierende eine Kamera gefunden hatten. Bei der Durchsuchung der Sanitäranlagen stießen Polizisten auf eine zweite Kamera. Die Hochschule erstattete Anzeige, wie ein Polizeisprecher sagte. Die Behörde ermittelt wegen des Verdachts auf Eingriff in den höchstpersönlichen Lebensbereich. Die Toiletten waren öffentlich zugänglich. 

Toiletten öffentlich zugänglich

Wie der RBB berichtete, waren die Kameras mit Klettband unter Hygienebeutelspendern befestigt. Nach Informationen des Senders konnten die Kameras keine Bilder in Echtzeit senden. Um an Aufzeichnungen zu kommen, hätten die Kameras abgenommen werden müssen - ein Polizeisprecher konnte dazu aber nichts sagen. Die Geräte würden kriminaltechnisch untersucht, erklärte er. 

Verdächtiger Fund in Dienstgebäude 

Auch der Bezirk Lichtenberg reagierte auf den Fund - und stieß nach eigenen Angaben ebenfalls auf etwas Verdächtiges: In Liegenschaften, die vom Bezirksamt genutzt werden, wurden ebenfalls Klettvorrichtungen zur Befestigung von Kameras in Damentoiletten gefunden, wie der Bezirk mitteilte. «Ich bin fassungslos und kann diese abscheuliche Tat nur deutlich verurteilen. Der oder die Täter haben widerlich gehandelt und sich strafbar gemacht», erklärte Bezirksbürgermeister Martin Schaefer (CDU).

Quelle: ntv.de, dpa

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