Kooperation im RüstungssektorKartellamt genehmigt Zusammenarbeit von Rheinmetall und KNDS

Das Bundeskartellamt hat grünes Licht für eine Zusammenarbeit der Rüstungsunternehmen Rheinmetall und KNDS für den Bau eines neuen Kampfpanzers genehmigt.
"Bei der wettbewerblichen Bewertung haben wir berücksichtigt, dass keines der beiden Unternehmen in der Lage gewesen wäre, die Anforderungen dieses Projektes alleine zu erfüllen", erklärte Kartellamtschef Andreas Mundt am Montag. "Auch über das konkrete Vorhaben hinaus ist keine Beeinträchtigung des Wettbewerbs zu erwarten."
Rheinmetall und KNDS haben bereits ein Gemeinschaftsunternehmen, das ursprünglich für den Bau des Schützenpanzers Puma für die Bundeswehr gegründet worden war. Dieses Unternehmen "soll künftig auch für einen noch zu vergebenden Auftrag der Bundeswehr zur Entwicklung und Lieferung eines neuen Kampfpanzers genutzt werden", erklärte das Kartellamt.
Demnach geht es um eine "Zwischenlösung", bis "ab voraussichtlich 2045" ein zusammen mit Frankreich gebauter Panzer ausgeliefert wird. Deutschland und Frankreich hatten das gemeinsame Vorhaben bereits 2017 auf den Weg gebracht. Ursprünglich sollte der neue Panzer im Jahr 2035 einsatzbereit sein. Wegen verschiedener Probleme kam es jedoch zu deutlichen Verzögerungen.