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Warnung von Save the ChildrenKinder im Libanon trotz Waffenruhe weiter gefährdet

13.05.2026, 14:37 Uhr
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(Foto: Ali Hashisho/XinHua/dpa)

Das Inkrafttreten einer Waffenruhe im Libanon vor rund einem Monat hat das Land für Kinder nach Einschätzung einer Hilfsorganisation nicht sicherer gemacht.

Jeden Tag seien im Durchschnitt mehr als vier Kinder getötet oder verletzt worden, teilte die Kinderhilfsorganisation "Save the Children" mit.

Die libanesische und die israelische Regierung hatten sich Mitte April auf die Waffenruhe geeinigt. Es kommt jedoch weiterhin zu täglichen Angriffen zwischen Israel und der Hisbollah-Miliz. Insbesondere im Libanon werden dabei weiter täglich Menschen getötet. Allein seit Inkrafttreten der Feuerpause wurden nach Behördenangaben insgesamt fast 400 Menschen getötet.

"Die Angriffe auf die Zivilbevölkerung haben nicht aufgehört - sie wurden einfach unter einem anderen Namen fortgesetzt", sagte Nora Ingdal, Länderdirektorin von "Save the Children" im Libanon. Mitarbeitende berichteten demnach, dass sich die Luftangriffe in einigen Gebieten intensiver anfühlten als je zuvor. Laut dem libanesischen Gesundheitsministerium wurden in den ersten 25 Tagen seit Beginn der Waffenruhe am 17. April 22 Kinder getötet und 89 verletzt, wie "Save the Children" mitteilte. Seit Beginn des Kriegs Anfang März seien damit fast 200 Kinder getötet worden.

Quelle: ntv.de, dpa

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