Aufruf zum Pipeline-AusstiegKlimaprotest bei Hauptversammlung von Energiekonzern Total

Umweltaktivisten haben vor der Hauptversammlung des Energieriesens Total gegen dessen geplante Ölpipeline in Ostafrika protestiert. Die Demonstrantinnen und Demonstranten versuchten am Freitagmorgen, den Zugang zum Versammlungsgebäude in Paris zu versperren. Man wolle die Aktionäre dazu aufrufen, aus dem Pipeline-Vorhaben auszusteigen, sagte die ugandische Umweltaktivistin Patience Nabukalu der Deutschen Presse-Agentur.
Klimaaktivistin Luisa Neubauer sagte an Kreditgeber gerichtet: "Banken, die das Wort Nachhaltigkeit auch nur in den Mund nehmen, sollten grundsätzlich ausschließen, diesen Konzern zu finanzieren."
Anfang vergangenen Jahres war das milliardenschwere Projekt zur Förderung von Erdöl in Uganda und Tansania an den Start gegangen. Total hält an dem Vorhaben mit rund 57 Prozent den größten Anteil. Das Öl soll in einer neuen 1443 Kilometer langen Pipeline von Ölfeldern in der Nähe des Albertsees im Westen Ugandas durch Tansania bis zum Indischen Ozean gebracht und von dem tansanischen Hafen Tanga aus verschifft werden. Es geht um eine erwartete Fördermenge von 230 000 Barrel pro Tag. Bereits 2025 soll das erste Öl exportiert werden.