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World Weather AttributionKlimawandel treibt Rekordtemperaturen in Europas Meeren

19.08.2026, 14:00 Uhr
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(Foto: picture alliance / CHROMORANGE)

Der von Menschen verursachte Klimawandel ist einer Studie zufolge der Hauptgrund für die jüngsten Rekordtemperaturen in den europäischen Meeren.

Im Juli sei die Durchschnittstemperatur im Mittelmeer mit 27 Grad Celsius so hoch gewesen wie nie zuvor in diesem Monat, teilten Wissenschaftler der Initiative World Weather Attribution (WWA) am Mittwoch mit. Eine Messboje vor Mallorca verzeichnete demnach Anfang August sogar 33 Grad. Laut den Forschern wären die 2026 gemessenen Höchstwerte im Mittelmeer, im Golf von Biskaya und an der iberischen Küste ohne den Klimawandel praktisch unmöglich gewesen. Die Erderwärmung habe die Temperaturen im Mittelmeer um etwa zwei und in den Meeren Westeuropas um rund 1,4 Grad erhöht.

"Dies hat das Potenzial, die Ökosysteme, auf die die Küstenbewohner für Nahrung und Einkommen angewiesen sind, völlig auf den Kopf zu stellen", erklärte die Klimaforscherin Claire Bergin von der Maynooth University in Irland. Zudem könne dies extreme Wetterereignisse an Land auslösen. So könnten die wärmeren Meere später im Jahr heftige Stürme begünstigen.

Der WWA-Analyse zufolge waren in diesem Jahr etwa 90 Prozent des Golfs von Biskaya und 80 Prozent des westlichen Mittelmeers von maritimen Hitzewellen betroffen. Ohne die globale Erwärmung hätte dieser Wert eher bei 40 Prozent gelegen, so die Forscher. Solche Temperaturspitzen könnten zu einem Massensterben von Arten führen und die Nahrungsketten stören. Einige Arten wanderten auf der Suche nach kühlerem Wasser nach Norden ab, jedoch könnten sich nicht alle anpassen. "Wir nähern uns rasch den absoluten biologischen Grenzen der Anpassung für viele Arten", sagte der Meeresökologe John Bruno von der University of North Carolina.

Quelle: ntv.de, rts

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