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Drei Wochen vor Präsidentenwahl Kolumbien: Drohne mit Sprengstoff am Flughafen nahe Bogotá entdeckt

08.05.2026, 19:15 Uhr
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Ein Militärflugzeug mit zahlreichen Soldaten an Bord ist in Kolumbien kurz nach dem Start abgestürzt. (Archivbild) (Foto: Luisa González/colprensa/dpa)

Gut drei Wochen vor der Präsidentenwahl in Kolumbien ist nach Armeeangaben eine mit Sprengstoff beladene Drohne nahe dem Flughafen der Hauptstadt Bogotá und einem angrenzenden Militärstützpunkt entdeckt worden.

Gut drei Wochen vor der Präsidentenwahl in Kolumbien ist nach Armeeangaben eine mit Sprengstoff beladene Drohne nahe dem Flughafen der Hauptstadt Bogotá und einem angrenzenden Militärstützpunkt entdeckt worden. Ein ranghoher Vertreter der Armee sagte am Freitag der Nachrichtenagentur AFP, die Drohne sei am Mittwoch gut fünf Kilometer entfernt von dem Luftwaffenstützpunkt neben dem internationalen Flughafen El Dorado entdeckt worden.

Vor der Präsidentschaftswahl am 31. Mai ist die Lage in Kolumbien angespannt. Es gab zahlreiche teils tödliche Angriffe bewaffneter Gruppen. Die gefundene Drohne habe vermutlich einer dieser Gruppen gehört, hieß es aus Armeekreisen. Die Sicherheit im Land ist eines der großen Wahlkampfthemen. Alle drei aussichtsreichen Anwärter für das Präsidentenamt haben nach eigenen Angaben Morddrohungen erhalten und umfangreiche Maßnahmen für ihren Schutz ergriffen. Präsident Gustavo Petro hatte sich nach seinem Amtsantritt 2022 erfolglos darum bemüht, mit den größten bewaffneten Gruppen im Land Friedensabkommen zu verhandeln.

Kolumbien leidet seit Jahrzehnten unter bewaffneten Konflikten, an denen neben der Armee und linken Guerillagruppen auch rechte Paramilitärs und Drogenbanden beteiligt sind. Viele der bewaffneten Gruppen Kolumbiens, die einst linken oder rechten Ideologien anhingen, sind heute kriminelle Banden, die sich insbesondere durch den lukrativen Kokainhandel finanzieren. Kolumbien ist der größte Kokainproduzent der Welt.

Quelle: ntv.de, afp

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