Kurznachrichten

428 Millionen Dollar MinusKosten für Präsidentenflüge: Boeing hat im zweiten Quartal mehr Verlust verbucht als erwartet

28.07.2026, 16:35 Uhr
US-President-Donald-Trump-speaks-to-the-press-before-he-boards-Air-Force-One-for-his-first-flight-aboard-the-Boeing-747-8-that-Qatar-gifted-the-United-States-to-use-for-executive-travel-at-Joint-Base-Andrews-in-Maryland-July-1-2026-President-Trump-is-traveling-to-Medora-North-Dakota-to-participate-in-the-Theodore-Roosevelt-Presidential-Library-Opening-Ceremony
(Foto: AFP)

Der US-Flugzeugbauer Boeing hat wegen zusätzlicher Kosten für die künftigen US-Präsidentenflugzeuge einen höheren Verlust im zweiten Quartal gemacht als erwartet.

Von April bis Juni verzeichnete Boeing ein Minus von 428 Millionen Dollar (377 Millionen Euro), wie das Unternehmen mitteilte. Das ist zwar ein geringerer Verlust als im Vorjahreszeitraum (minus 612 Millionen Dollar), aber mehr als von Analysten erwartet.

Das Programm zur Entwicklung der Präsidentenmaschinen bescherte Boeing nach Unternehmensangaben Kosten in Höhe von 280 Millionen Dollar. Verursacht würden diese vorwiegend durch "Investitionen in zusätzliche Produktions- und Zertifizierungsressourcen", erklärte der Konzern.

Boeing hatte den Auftrag zum Bau der zwei neuen Präsidentenflugzeuge bereits 2018 erhalten. Ursprünglich war eine Auslieferung der beiden Air-Force-One-Maschinen vom Typ 747-8 bis Ende 2024 vorgesehen, zum Preis von 3,9 Milliarden Dollar. Unter anderem Änderungswünsche der Regierung in der ersten Amtszeit von US-Präsident Donald Trump sorgten jedoch für Verzögerungen. Da es sich um einen Festpreisvertrag handelt, stiegen die Kosten für Boeing mit fortschreitender Dauer. Vorgesehen ist die erste Auslieferung laut Boeing nun im Jahr 2028.

Einen Anstieg verbuchte der Konzern im zweiten Quartal beim Umsatz. Er kletterte um acht Prozent auf 24,6 Milliarden Dollar - getrieben vor allem durch mehr Auslieferungen bei Verkehrsflugzeugen und ein höheres Volumen im Verteidigungs- und Raumfahrtbereich. Der Konzern habe ein "solides Quartal" abgeliefert und bewege sich "weiterhin in die richtige Richtung", erklärte Boeing-Chef Kelly Ortberg. Er hatte die Konzernführung vor zwei Jahren übernommen, als der Flugzeugbauer wegen Sicherheitsmängeln massiv unter Druck gestanden hatte.

Quelle: ntv.de, AFP

Regionales