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Macron besucht GroßbritannienLondon und Paris einigen sich auf neues Migrationsabkommen und Kooperation bei Verteidigung und Atomtechnik

10.07.2025, 14:06 Uhr
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(Foto: IMAGO/Avalon.red)

Der britische Premierminister Keir Starmer und der französische Präsident Emmanuel Macron haben sich einem Insider zufolge auf ein Migrationsabkommen geeinigt, das noch am Donnerstag bekannt gegeben werden soll. Verständigt haben beide sich bei Macrons dreitägigem Besuch in Großbritannien auch auf eine verstärkte Zusammenarbeit in den Bereichen Verteidigung und Atomtechnik.

"Wir sind uns alle einig, dass die Situation im Ärmelkanal so nicht weitergehen kann", sagte Starmer vor Beginn der Beratungen in seinem Amtssitz. "Wir wenden neue Taktiken an und verfolgen eine neue Zielsetzung, um die illegale Einwanderung zu bekämpfen und das Geschäftsmodell einer kriminellen Bande zu zerschlagen." Macron sagte, die beiden Länder teilten "die gleiche Entschlossenheit im Kampf gegen illegale Verbrecherbanden" und koordinierten dies eng mit anderen EU-Staaten.

Aus britischen Regierungskreisen verlautete, beide Länder hätten sich auf ein Rückführungsprogramm geeinigt, bei dem ein Migrant ins Land kommt und einer es verlässt ("One in, one out"). Es sieht demnach vor, dass Großbritannien Menschen ohne Aufenthaltspapiere, die in kleinen Booten ankommen, nach Frankreich abschiebt, und im Gegenzug eine gleiche Anzahl legal Asyl Suchender mit familiären Bindungen in Großbritannien aufnimmt.

Der Insider erklärte, die Maßnahmen seien zunächst begrenzt, könnten aber ausgeweitet werden. Lokale Medien berichteten, Großbritannien werde jährlich 2600 Menschen zurückschicken – ein Bruchteil der über 35.000, die laut Regierung im vergangenen Jahr gekommen sind. Mehr als 21.000 Menschen sind dieses Jahr mit kleinen Booten angekommen, eine Rekordzahl.

Quelle: ntv.de, rts

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