Festnahmen nach AngriffLondoner Polizei nimmt zwei Verdächtige nach versuchtem Brandanschlag auf Synagoge fest

Nach einem versuchten Brandanschlag auf eine Synagoge in London hat die Polizei zwei Verdächtige festgenommen.
Wie die Metropolitan Police mitteilte, handelt es sich um eine 47-jährige Frau und einen 46 Jahre alten Mann.
Die beiden werden verdächtigt, in der Nacht auf Mittwoch unter anderem Molotow-Cocktails auf das Gotteshaus im Stadtteil Finchley geworfen zu haben. Die Brandsätze entzündeten sich jedoch nicht. Verletzt wurde niemand. Auch Sachschäden gab es keine.
Die Tat, die als antisemitisches Hassverbrechen eingestuft wird, wurde von Überwachungskameras festgehalten. Dabei war nach Polizeiangaben zu sehen, wie zwei Vermummte Flaschen und einen Backstein auf die Synagoge schleuderten.
Er hoffe, dass der rasche Fahndungserfolg helfe, das Sicherheitsgefühl zu stärken, sagte der leitende Ermittler Detective Chief Superintendent Luke Williams der Mitteilung zufolge. Er fügte hinzu: "Wir verstehen die große Besorgnis, die von der jüdischen Gemeinde so kurz nach dem Brandanschlag auf vier Krankenwagen in Golders Green empfunden wird." Es gebe jedoch keine Hinweise, dass die beiden Vorfälle miteinander in Verbindung stünden.
Erst vor wenigen Wochen kam es in der britischen Hauptstadt zu einem Brandanschlag auf einen jüdischen Rettungsdienst. Dabei wurden vier Krankenwagen der jüdischen Gemeinde in Golders Green in Brand gesetzt und zerstört. Mehrere Verdächtige wurden angeklagt.