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Mehr Hilfe für BetroffeneLong-Covid-Patienten erhalten leichteren Zugang zu Medikamenten

02.04.2026, 13:29 Uhr
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(Foto: Sina Schuldt/dpa)

Long-Covid-Patienten erhalten einen erleichterten Zugang zu Arzneimitteln.

Betroffenen mit Long- und Post-Covid können künftig bestimmte verschreibungspflichtige Medikamente auch außerhalb ihrer zugelassenen Anwendungsgebiete verordnet werden, wie der Gemeinsame Bundesausschuss (G-BA) am Donnerstag in Berlin mitteilte. Die gesetzlichen Krankenkassen übernehmen die Kosten.

Bislang gibt es keine speziell zugelassenen Medikamente für die Behandlung von Long Covid. Allerdings werden Patienten bereits mit verschiedenen Arzneimitteln behandelt, die die Symptome lindern können. Der G-BA hat nun geregelt, dass vier Wirkstoffe im sogenannten Off-Label-Use-Verfahren verordnet werden können, also außerhalb der Bereiche, für die sie eigentlich zugelassen sind. Im konkreten Fall sind die Medikamente für Herzschwäche, Diabetes und bei schwerer Depression zugelassen.

Einer der Wirkstoffe kann künftig auch bei Myalgischer Enzephalomyelitis/Chronischem Fatigue-Syndrom (ME/CFS) eingesetzt werden. Dabei handelt es sich um eine neuroimmunologische Erkrankung, die oft mit schwerer Erschöpfung und Schmerzen einhergeht und häufig bei Long-Covid auftritt. Mit der Corona-Pandemie war die Zahl der Betroffenen deutlich gestiegen.

"Es besteht weiterhin dringender Bedarf an wissenschaftlichen Erkenntnissen zu guten Therapiemöglichkeiten bei Long/Post-COVID und natürlich auch bei ME/CFS", erklärte Josef Hecken, unparteiischer Vorsitzender des G-BA. Off-Label-Use könne "nur eine Behelfsoption sein, besser sind arzneimittelrechtlich abgesicherte Zulassungsverfahren".

Quelle: ntv.de, AFP

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